Krebsgesellschaft Rheinland-PfalzBeratung für Tumorkranke
und Angehörige
14.05.2010

Stellenausschreibung

Das Informations- und Beratungszentrum Koblenz der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

Psychoonkologen/-in

20 Stunden pro Woche

befristet zunächst für 18 Monate mit Aussicht auf Weiterbeschäftigung.

Wir erwarten:

Wünschenswert wären:

Aufgabenschwerpunkte:

Wir bieten:

Bitte richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung an:

Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.
Gerti Kunz
Löhrstr. 119
56068 Koblenz


1. Juni 2010 (AF)

Botschafterin der Deutschen Krebsgesellschaft
gewinnt Health Media Award 2010

Weltklasse-Schwimmerin Janine Pietsch wird für ihr vorbildliches Verhalten im Umgang mit ihrer Erkrankung und ihr Engagement geehrt

Berlin. Gestern Abend hat die Botschafterin der Deutschen Krebsgesellschaft und ehemalige Weltmeisterin im Schwimmen, Janine Pietsch, den Health Media Award in Köln erhalten. Die 27jährige wird mit der Auszeichnung für ihr außergewöhnliches Engagement und den Umgang mit ihrer Brustkrebs-Erkrankung geehrt. Bei diesem Wettbewerb werden herausragende Leistungen im Bereich der Gesundheitskommunikation ausgezeichnet. Den ersten Platz in der Kategorie "Kampagnen/Charity" belegte mit 83,17% die Botschafterin der Deutschen Krebsgesellschaft mit Ihrer Kampagne „Eine Weltmeisterin, die Mut macht“.

 „Es macht mich sehr glücklich, dass mein Aufruf in der Öffentlichkeit erhört wird und ich als öffentliches Vorbild auf diese Weise anderen Frauen Mut machen und ihnen die Angst nehmen kann, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen“, erklärt Janine Pietsch. Die 27-jährige Sportlerin erkrankte 2008 im Alter von 26 Jahren an Brustkrebs und ist seit Juni 2009 als Botschafterin für die Deutsche Krebsgesellschaft tätig. Dass die junge Sportlerin öffentlich über ihre Erkrankung spricht, hat im Wesentlichen einen Grund: Sie will aufklären und andere Frauen zur Vorsorge ermutigen, damit eine Früherkennung möglich ist. Dafür macht sie sich seither in der Bevölkerung stark und gibt als erste prominente Persönlichkeit durch ihren eigenen Schicksalsschlag dieser wichtigen Thematik ihr Gesicht, denn Brustkrebs ist nach wie vor die häufigste Krebskrankheit bei Frauen. „Nicht hängen lassen und optimistisch denken“ ist die Devise, nach der Janine Pietsch seit der Diagnose lebt.

 „Wir sind stolz, dass Janine mit dieser Ehrung ein Stück Anerkennung für ihren mutigen Umgang mit ihrer Erkrankung erfährt“, erklärt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft, und ergänzt: „Es sind die vielen Betroffenen selbst, die jeden Tag selbstbewusst im Leben stehen und dazu beitragen, dass Krebs kein Tabu mehr ist“. Inzwischen leben in Deutschland rund 5. Millionen Menschen, die an Krebs erkrankt sind oder waren. Rund 450.000 Menschen erhalten jedes Jahr neu die Diagnose Krebs – dies entspricht einer Diagnose in jeder Minute des Jahres 2010.

Für ihr vorbildliches Verhalten im Umgang mit der Erkrankung und ihre kämpferische Haltung ist sie bereits im Juni 2009 mit dem Bayerischen Sportpreis in der Kategorie „Jetzt erst recht“ ausgezeichnet worden.

Weitere Information unter: http://www.krebsgesellschaft.de/pr_presse_plattform_uebersicht,701.html

Ansprechpartner:

Zecco Sportvermarktung GmbH
Karina Freude
Managerin Sportmarketing
Arena-Str. 1
40474 Düsseldorf
Tel.: 0211/415542-14
Fax: 0211/415542-22
Email:
freude@zecco-sportvermarktung.de



29. April 2010 (AF)


Studie belegt: Deutschland möchte rauchfrei sein

Krebsgesellschaft fordert bundesweit einheitlichen Nichtraucherschutz


Berlin. Die Deutsche Krebsgesellschaft sieht sich in ihren Forderungen bestätigt und bekräftigt: Deutschland möchte rauchfrei sein. Eine nun vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) veröffentlichte Studie belegt, dass die Umsatzeinbußen in der Gastronomie schwächer ausfielen als von den Gastwirten zunächst befürchtet. Das RWI hat dabei in Zusammenarbeit mit der IHK Essen und Unterstützung durch die IHK Nürnberg im Juni 2008 eine Befragung in mehr als 600 Gastronomiebetrieben in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin ausgewertet. Die zwischen August 2007 und Juli 2008 auf Bundesländerebene eingeführten Rauchverbote im Gastgewerbe haben dort zu einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von rund zwei Prozent geführt. Vor allem kurz nach Inkrafttreten der Rauchverbote kam es zu Umsatzeinbußen. Diese scheinen sich jedoch mit der Zeit abgeschwächt zu haben, heißt es in der Studie.
Die aus Sicht der Gastronomen beste Lösung zum Nichtraucherschutz sei mit weitem Abstand die Wahlfreiheit zwischen Raucher- und Nichtraucherbetrieb, gefolgt vom Rauchverbot ohne Ausnahmen und den bestehenden Nichtraucherschutzgesetzen.

Eine kanadische Studie (Alisa Naiman MHSc MD, Richard H. Glazier MD MPH, Rahim Moineddin PhD in CMAJ April 2010) belegte darüber hinaus erste Effekte des Rauchverbotes auf die Gesundheit in der Bevölkerung anderer Länder. Über zehn Jahre haben die kanadischen Forscher die Auswirkungen des Rauchverbots in Toronto untersucht. Verglichen wurden dabei die Notaufnahmen ab 1996 (drei Jahre vor einem ersten Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden) mit der Zeit von 2004 bis 2006 (nach Einführung des heutigen strengen Rauchverbots). Die Rate der Patienten mit akuten Herzkreislauferkrankungen sank in dieser Zeit in den Kliniken um signifikante 39 Prozent, die Rate der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen sank um 33 Prozent. In Vergleichsregionen Kanadas ohne Rauchverbote gab es in dieser Zeit bei den Erkrankungen hingegen keine signifikanten Rückgänge.

„Gerade die kanadische Studie weist die Gefahr von Passivrauch eindrucksvoll nach“, so Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft. Ihn verwundert es deshalb nicht, dass es kaum Auswirkungen auf den Umsatz in Restaurants gab: „Die Mehrheit der Bürger kennt die Gefahren und auch die Raucher sind verantwortungsvoll gegenüber Mitmenschen“. Die Deutsche Krebsgesellschaft fordert erneut die Politik auf, endlich in Deutschland einen bundesweit einheitlichen Nichtraucherschutz ohne Ausnahmen zu etablieren. „Die jüngsten Daten sollten den Politikern nun aber wirklich den Mut geben, der Mehrheit der Bürger zu folgen und sich nicht länger zu Instrumenten der Tabaklobby zu machen“, verlangt Bruns weiter.

weitere Informationen: www.krebsgesellschaft.de


18. März 2009 (AF)

Stellungnahme zur Ernährung von Tumorpatienten auf der Grundlage der "Anti TKTL1 - Diät"

Berlin. Tumorpatienten wird derzeit ein neues Ernährungsprinzip mit dem Versprechen empfohlen, durch eine Ernährungsumstellung auf eine kohlenhydratarme, fettreiche Ernährung unter dem Einsatz spezieller, nicht deklarierter Lebensmittel („mit besonderen Kohlenhydratquellen“) Wachstum und Metastasierung ihres Tumors verhindern zu können.

Grundlage der Empfehlung ist die Behauptung, dass Glukose zur Aggressionssteigerung einer Krebszelle beiträgt, wenn die Energiegewinnung in der Zelle durch Gärung und nicht durch Verbrennung  stattfindet. Ein Vorgang, den man bevorzugt in Sauerstoff-mangelversorgten Tumoren bzw. Tumorarealen beobachten könnte. Dabei soll das Gen Transketolase-like-1 (TKTL1) eine entscheidende Rolle spielen. Sind Krebszellen TKTL1-positiv, fände die Energiegewinnung durch Vergärung mit dem Endprodukt Milchsäure statt, die u.a. Wachstum und Metastasenbildung des Krebsgeschwürs begünstigen soll (Möller,Coy EHK 2009;58: 61-69). Mit der Ernährungsumstellung könne diesem Prozess entgegen gewirkt werden.


Ernährungsexperten der Deutsche Krebsgesellschaft nehmen dazu folgendermaßen Stellung:

1.) Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung, die belegt, dass eine derartige Kostform mit den dazu verkauften Lebensmitteln Wachstum und Metastasierung eines Tumors beim Menschen verhindern bzw. zurückdrängen kann. Bisher liegt dazu nur eine Arbeit mit einem Mausmodell vor (Otto et al.BMC Cancer 2008;8:122). Hierbei wurde das Tumorwachstum lediglich verzögert. Tierversuche sind aber auf den Menschen nur sehr eingeschränkt übertragbar.


2.) Tumorzellen können sich prinzipiell mit allen Substraten ernähren, auch mit Eiweiss bzw. Aminosäuren, Fett bzw. Fettsäuren, Laktat und sogar Ketonkörpern (Sonveaux P. et al.J Clin Invest 2008;118:3930-3942; Kallinowski F. et al., Cancer Research 48, 1988).
 
3.) Ein Gärungsstoffwechsel ist bei vielen (meistens Sauerstoff-verarmten) Tumorarten nachgewiesen. Aber nicht jeder Tumor einer Krebsart zeigt auch einen deutlich ausgeprägten Gärungsstoffwechsel. Eine derartige Ernährungsform wäre  daher nur bei Patienten mit solchen Tumoren sinnvoll, die Glukose verstärkt verstoffwechseln. Dies müsste erst für jeden einzelnen Tumor durch entsprechende Stoffwechseluntersuchungen festgestellt werden.

 
4.) Die Funktionen der TKTL1 bei einer Tumorerkrankung sind nicht geklärt und noch Gegenstand intensiver Forschung. Die TKTL1 ist nicht tumorspezifisch und ist auch in Normalgeweben nachweisbar, z.B. in normalem Brustgewebe (Bau L A. Das Transketolase-like-1 Protein (TKTL1) im Mammakarzinom.http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5478/) und weiteren Geweben (www.tktl1.eu)

5.) Die scheinbare enzymatische Aktivität des Proteins TKTL 1 ist nur in einem indirekten, gekoppelten Assay durch die Entstehung von NADH + H+ beschrieben, nicht jedoch wie für Enzyme üblich durch den eindeutigen direkten analytischen Nachweis der Reaktionsprodukte. Zudem muss das Protein hierzu in biochemisch reiner Form eingesetzt werden, damit Falschinterpretationen ausgeschlossen werden können. Beides ist in der Literatur momentan nicht beschrieben und es bedarf erst noch des einwandfreien biochemischen Nachweises, dass TKTL 1 tatsächlich eine eigene Transketolaseaktivität besitzt.
 
6.) Ein Nachweis von aktivierten Makrophagen (z.B. TKTL1 (EDIM Test)), die „Bruchstücke von Tumorzellen enthalten sollen“ ist ein unspezifischer Hinweis, mit dem kein sicherer Rückschluss weder auf einen vorhandenen Tumor noch auf bestimmte Tumoreigenschaften möglich ist.


Zum derzeitigen Zeitpunkt kann eine Anwendung der "Anti TKTL1 - Diät" nicht empfohlen werden. Die Ernährung eines Tumorpatienten darf kohlenhydratarm sein, wenn eine derartige Ernährung überhaupt nebenwirkungsfrei möglich ist. Spezielle Lebensmittel sind dazu nicht notwendig, zumal wenn die dafür kommerziell angebotenen Lebensmittel nicht deklariert sind.

weitere Informationen: www.krebsgesellschaft.de



4. Februar 2010 ist Weltkrebstag:

Auch Krebs kann vermieden werden!


Krebsgesellschaft: 40 Prozent aller Krebsfälle sind durch Rauchen, Übergewicht, übermäßigen Sonnen- und Alkoholgenuss bedingt – Schützen Sie sich und Ihre Familie!

Berlin. Aktuellen Schätzungen der Weltkrebsorganisation (UICC) zufolge könnten etwa 40 Prozent aller Krebserkrankungen vermieden werden. In Deutschland wären so bei rund 450.000 Neuerkrankungen etwa 180.000 Krebsdiagnosen jedes Jahr also vermeidbar. Jeder könne durch eine gesunde Lebensweise sein Risiko an Krebs zu erkranken signifikant senken. Hauptursachen für eine Krebserkrankung sind laut UICC: Tabakkonsum, übermäßiger Alkoholgenuss, hohe Sonnenbelastung und Fettleibigkeit. „Wir müssen die Menschen zu mehr Verantwortung im eigenen Leben bewegen. Und was gibt es lohnenderes als ein langes gesundes Leben?“, fragt Prof. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, und mahnt Bürger zu einem gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung.

Um weltweit die Menschen auf die Folgen einer ungesunden Lebensweise aufmerksam zu machen, hat die Weltkrebsorganisation (UICC) den diesjährigen Weltkrebstag unter das Motto: „Auch Krebs kann vermieden werden!“ (Cancer can be prevented too) gestellt.

In Deutschland ist mehr als jeder zweite Deutsche ist zu dick. Zu diesem Ergebnis kamen verschiedene Studien in den letzten Jahren. Jeder fünfte Bundesbürger sei sogar adipös und hat einen BMI von über 30. Übergewichtige haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Nieren-, Speiseröhren-, Brust-, Dickdarm- und Gebärmutterkrebs zu erkranken. Dies zeigt die weltweit größte Ernährungsstudie EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition). Experten schätzen, dass etwa 20 bis 40 Prozent aller Krebsfälle auf Übergewicht und falsche Ernährung zurückgeführt werden.

Aus dem aktuellen „Welt-Tabak-Atlas“ geht außerdem hervor, dass in Deutschland 37,4 Prozent der Männer rauchen. Damit liegen die deutschen Männer knapp vor Ländern wie Frankreich, Spanien und Großbritannien sowie weit vor den USA. Von den deutschen Frauen greifen 25,8 Prozent regelmäßig zur Zigarette – wesentlich weniger als in Frankreich, Spanien oder Großbritannien, aber mehr als in den USA.

Experten verweisen ebenfalls auf die Möglichkeiten von Impfungen gegen Krebs. So sollten Schutzimpfungen wie gegen Leberkrebs (Hepatitis B) und gegen den Humanen Papillomvirus (HPV) möglichst konsequent angewendet werden.

Die International Union Against Cancer und ihre Mitgliedorganisationen begehen in jedem Jahr den Weltkrebstag. Die diesjährige Kampagne, die auf Eltern, Experten des Gesundheitswesens und politische Entscheidungsträger abzielt, hat seit letztem Jahr ein übergreifendes Thema: die Förderung gesunder Gewohnheiten bei Kindern. Dies kann nachweislich zur Verhinderung von Krebs zu einem späteren Zeitpunkt im Leben beitragen. Die UICC ist eine globale Ressource für Aktivitäten mit mehr als 300 Mitgliedorganisationen in Afrika, in Nord-, Mittel- und Südamerika, im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa und im Nahen Osten.

Weitere Informationen unter: www.krebsgesellschaft.de; www.worldcancercampaign.org

 


Aktuelle Entwicklungen in der Onkologie werden während des 29. Deutschen Krebskongresses vom 24. bis 27. Februar 2010 in Berlin vorgestellt.


29. Deutscher Krebskongress:
„Strukturen verändern – Heilung verbessern“


Alle zwei Jahre organisiert die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. den Deutschen Krebskongress, das wichtigste onkologische Forum im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr widmet sich das wissenschaftliche Programm vor allem den fünf Leittumoren Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs, Haut- und Lungenkrebs. Darüber hinaus veranstaltet die DKG im Anschluss an das wissenschaftliche Kongressprogramm zusammen mit der Berliner Krebsgesellschaft e.V. den Krebsaktionstag – ein gemeinsames Forum für Betroffene, deren Angehörige, Interessierte.

Infos unter: www.dkk2010.de


16.11.2009
PRESSEMITTEILUNG

Krebsgesellschaft verzeichnet weiter steigende Inanspruchnahme - Jahreshauptversammlung nimmt Jahresrechnung ab - Schwierige Wirtschaftslage führt zu Defizit

Im Jahr 2008 konnte die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz  Krebskranken und ihren Angehörigen in persönlichen, telefonischen und schriftlichen Beratungen 18.800 mal (Vorjahr 17.434) individuelle Unterstützung geben. Damit ist die Inanspruchnahme erneut erheblich angestiegen. Darüber hinaus wurde  in mehr als 200 Seminar-, Kurs- und Vortragsveranstaltungen zusätzlich Informationen und praktische Hilfestellung zur Krankheitsbewältigung vermittelt. Mit dieser stolzen Bilanz eröffnete der Vorsitzende Professor Dr. Dr. Richard Werkmeister die diesjährige Mitgliederversammlung  der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.  in Koblenz.
Der gemeinnützige Verein unterhält in Rheinland-Pfalz vier Beratungs-und Informationszentren in Koblenz, Trier, Ludwigshafen und Kaiserslautern und darüber hinaus 34 Nebenstellen.  Die für die Hilfesuchenden kostenfreie Beratung umfasst  vor allem die Auswirkungen auf die Psyche und die veränderte Lebenssituation bei einer Krebserkrankung, aber auch in erheblichem Umfang sozialrechtliche Themen wie Kurmöglichkeiten, Schwerbehinderung, und mit steigender Tendenz finanzielle und berufliche Probleme.
Interessant ist, dass immer häufiger auch Angehörige die Beratungen in Anspruch nehmen. 2008 waren es 12% die gemeinsam mit dem erkrankten Partner und 10% die allein die Beratungsstellen aufsuchten.
Die Verzahnung von Krankenhausbehandlung und ambulanter Nachsorge konnte weiter ausgebaut  werden. In 9 Krankenhäusern bieten die Fachkräfte der Krebsgesellschaft nunmehr mindestens wöchentlich  Beratung an. Damit haben Betroffene bereits in einer sehr frühen Phase der Erkrankung kompetente Ansprechpartner für ihre belastende Situation. 
Wie in den vergangenen Jahren hat sich die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. 2008 wieder stark im Bereich der Prävention engagiert. „Besonders stolz“, so hebt Professor Dr. Dr. Richard Werkmeister hervor, „sind wir,  dass unsere Gesellschaft anlässlich letzten Deutschen Krebskongresses  für ihre herausragenden Aktivitäten im der Rahmen  Darmkrebsprävention mit dem Darmkrebskommunikationspreis der Deutschen Krebsgesellschaft ausgezeichnet worden ist. Damit finden unsere  Bemühungen bundesweite Anerkennung.“
Mit der „Olympiade für das Leben“, die in Kaiserslautern Premiere hatte und deren Staffelstab nun Jahr für Jahr im Land von einem Informations- und Beratungszentrum zum anderen weitergegeben wird, beschreitet die Krebsgesellschaft neue Weg der Krebsprävention. An den rund 20 Veranstaltungen  in Kaiserslautern nahmen etwa 6500 Besucher/Innen teil. Im Jahr 2010 wird die „Olympiade für das Leben“ in Koblenz stattfinden.
2008 war für die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. auch ein Jahr besonderer Jubiläen:
Am 08. Dezember 1978 wurde in Koblenz von unserer Gesellschaft die erste psychosoziale Beratungseinrichtung für Krebskranke  in Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen. Sie konnte im November 2008 ihr 30-jähriges Bestehen feiern. In  dieser Zeit wurde ein flächendeckendes Netz geschaffen (vier Zentren und 34 Außenstellen), das jedem Ratsuchenden eine Inanspruchnahme in Wohnortnähe ermöglicht.
Unser Informations- und Beratungszentrum in Trier feierte sein 25-jähriges Jubiläum mit einer großen Festveranstaltung im  Oktober 2008 im Kurfürstlichen Palais in Trier.
Bei den Jubiläumsveranstaltungen würdigten die Repräsentanten des öffentlichen Lebens, darunter Frau Ministerin Malu Dreyer, die enorme Aufbauleistung und unterstrichen die erhebliche Bedeutung der Arbeit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. im sozialen Gefüge unseres Landes.

Auch im Jahr 2008 wurde der Haushalt von rund 1,5 Mio Euro wieder zu mehr als 60% (rund 880.000 Euro) aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und privaten Förderungen bestritten.  In zahlreichen Gesprächen mit Vertretern von Politik und Krankenkassen hat die Krebsgesellschaft die noch immer ausstehende Regelfinanzierung der ambulanten psychosozialen/psychoonkologischen Betreuung angemahnt. „Es kann nicht sein“, so der Geschäftsführer und Schatzmeister der Krebsgesellschaft, Wolfgang Neumann, „dass die ambulante Beratung und Begleitung Krebskranker allein in die Verantwortung  und das Engagement eines eingetragenen Vereins gestellt wird, der zusehen muss, wie er die erforderlichen Mittel für die Arbeit zusammen bringt“. Das Land Rheinland-Pfalz, Krankenkassen und die Rentenversicherung geben zwar auf freiwilliger Basis Zuschüsse, für eine langfristige Absicherung der Arbeit sind aber feste, gesetzlich geregelte Kostenbeteiligungen unerlässlich.
Die Jahresrechnung, so bedauert Wolfgang Neumann, in seiner Eigenschaft als Schatzmeister zum Abschluss seines Rechenschaftsberichtes  weist  leider ein Minus von rund 13.000 Euro aus, welches das Folgejahr belastet.
Ein wichtiger Meilenstein  ist die 2008 ins Leben gerufenen „Stiftung: Gemeinsam gegen Krebs“. Unter dem Vorsitz von Hans-Günter Oberrecht, Koblenz hat sie sich das Ziel gesetzt, die Arbeit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. finanziell nachhaltig auf eine sichere Basis zu stellen. Als Vorsitzende des Beirates konnte Prinzessin Heide von Hohenzollern gewonnen werden.
Sehr erfreulich ist, dass viele Menschen, Organisationen und Unternehmen die Arbeit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. unterstützen. 2008 wuchs die Zahl der  Mitglieder auf 1312 an, die nicht nur den Jahresbeitrag von 26,00 Euro zahlen, sondern sich vielfach mit höheren Zuwendungen an der Finanzierung der Aufgabe beteiligen.



31.08.2009

PRESSEMITTEILUNG

Ein Ohrenschmaus für alle Rock-, Jazz- und Bluesfans

Querbeat-Benefizkonzert am 25. Oktober im Jugendkulturzentrum Lahnstein zugunsten von Krebskranken

Alle Freunde guter Rock-, Jazz- und Bluesmusik sollten sich schon jetzt einen Termin notieren: Sonntag, 25. Oktober, 17 Uhr. Im Jugendkulturzentrum Lahnstein, Wilhelmstraße 59, treten beim Querbeat-Benefizkonzert an diesem Tag gleich drei herausragende Bands auf. Der Erlös des Konzerts ist für die Arbeit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz bestimmt.


Die Kombination der Gruppen und ihr Repertoire verheißen ein unter die Haut gehendes Konzerterlebnis, bei dem u.a. junge und alte „Klassiker“ zu hören sein werden. Auf der Bühne: das Lulo Reinhardt Project, Js BluesExpress und die Groovemonster.

Lulo Reinhardt ist ein begnadeter Gitarrist mit einem international hervorragenden Ruf auch als Komponist. Zur Band gehören neben ihm Gerd Stein (Gitarre), Winfried Schuld (Piano), Harald Becher (Kontrabass) und Uli Krämer (Schlagzeug, Perkussion). Sie alle sind Berufsmusiker und stehen für höchsten Musikgenuss.

Die zweite Band Js BluesExpress ist eine Formation, die sich in der regionalen Bluesszene einen festen Platz erobert hat. Für Bluesrock vom Feinsten, Jazz und Swing sorgen Sängerin Sandy Karen, Jörg Hildebrandt an der Gitarre, Bassist Reinhard Schmidt und Schlagzeuger Jürgen Trampert.

Unglaublichen Bock auf Rock haben die Groovemonsters. Die fünfköpfige Band mit „alten Hasen“ grooven auf außerordentlich hohem Niveau. Die Bandmitglieder sind Uli Müller (Gitarre), Gerd Portugall (Schlagzeug), Toni Monschauer (Keyboard), Achim Abel (Gesang) und Wolfgang Lucke (Bass).

Als Schirmherrin der Veranstaltung wird Jutta Scharping das Benefizkonzert eröffnen. Sein Erlös ist für die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. und ihre Arbeit mit Krebskranken und ihren Angehörigen bestimmt. Eintrittskarten zum Preis von 5,00 Euro sind an der Abendkasse erhältlich.







27.08.2009

PRESSEMITTEILUNG

Die Sonne hat nicht nur gute Seiten

Aktionswoche der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. lädt zum Mitmachen ein - Informationen, Unterhaltung, Sport und Spaß

Schwimmbadaktion zum Schutz gegen Hautkrebs stieß auf große Resonanz

Schwimmbadwetter vom Feinsten lockte. Gratis zum Vergnügen im kühlen Nass bekamen die Besucher des Warmfreibades und des Naturfreibades Waschmühle in Kaiserslautern bei der Schwimmbad-Aktion der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. der Stabsstelle Gesundheitsberatung/-Förderung der Stadt Kaiserslautern und Hautarzt Dr. Harald Uhlemann Aufklärung über den jeweils richtigen Sonnenschutz. Die Aktion stieß auf außerordentlich große Resonanz.


„Wir wollten die Schwimmbadbesucher auch in diesem Jahr für das Thema Hautkrebs sensibilisieren und im Rahmen der Prävention über die Wirkung der UV-Strahlung informieren, nicht mit dem Zeigefinger, sondern vielmehr mit vielen praktischen Tipps“, sagt Eva Estornell-Borrull, die Leiterin des Informations- und Beratungszentrums der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. in Kaiserslautern. Viele Menschen unterschätzten das Risiko. Wichtig sei es, den eigenen Hauttyp zu kennen und bestimmte Verhaltensregeln zu beachten.

„Die Sonne hat nicht nur gute Seiten“, machte Hautarzt Dr. Harald Uhlemann die kleinen und großen Schwimmbadbesuchern am Eingang der Schwimmbäder neugierig. Am Stand der Krebsgesellschaft herrschte ein reges Kommen und Gehen. Hier gab es Informationsmaterial zum Thema Sonnenschutz und Hautkrebs, denn die UV-Strahlung ist der bedeutendste Verursacher von Hautkrebs. Außerdem wurde die Gelegenheit, an den Dermatologen und die Beraterinnen der Krebsgesellschaft Fragen zu stellen, gerne angenommen.

„Welcher Hauttyp bin ich? Habe ich auffällige Veränderungen?“, waren die am häufigsten gestellten Fragen. Bei drei Erwachsenen entdeckte Dr. Uhlemann „höchst verdächtige Stellen“ und riet ihnen darum, ihren Hautarzt aufzusuchen. „Erschreckend“ war für den Facharzt, dass viele Mütter ihre kleinen Kinder nicht eincremen. Dabei ist die Haut von Kindern empfindlicher als die empfindlichste Erwachsenenhaut und braucht besonders intensiven Schutz.

Wie jedes Jahr fielen gerade bei Kleinstkindern jede Menge Schäden durch Sonnenstrahlen auf. Sommersprossen auf dem Rücken beispielsweise signalisieren schon Langzeitschäden. Sie sind ein Warnhinweis und bedeuten ein lebenslanges erhöhtes Risiko für Hautkrebs. Denn die Haut „merkt“ sich jeden Sonnenbrand. Und wenn der zelleigene „Reparaturdienst“ die Instandsetzung der geschädigten Zellen nicht mehr bewältigt, können diese bösartig werden.

Die älteren Schwimmbadbesucher jenseits der 60 wiesen naturgemäß vielfach gutartige Lichtschäden an der Haut auf. Aber auch diese gilt es zu beobachten. Ob Creme, Lotion oder Öl, das A und O eines guten Hautschutzes gegen die Sonnenstrahlung ist der dem jeweiligen Hauttyp entsprechende Lichtschutzfaktor. Eincremen sollte man sich eine halbe Stunde vorher, ehe man in die Sonne geht, riet Dr. Uhlemann. Textilen Sonnenschutz - also z. B. T-Shirts - und den Schatten hält er jedoch für den wirksamsten Schutz vor der UV-Strahlung.

„Häufig wird verkannt, dass auch bei bedecktem Himmel Sonnenbrände entstehen können“, klärte er die Schwimmbadbesucher auf. Wolken bestehen aus Wassertropfen und wenn sie durchgängig sind, wirken sie wie Brenngläser. Auch beim Schwimmen wirken darum durch das Wasser Sonnenstrahlen auf die Haut ein. Vor und nach dem Schwimmen also eincremen, rät der Experte.

Auf die Frage eines Jugendlichen „und wie ist das mit dem Solarium?“ räumte der Dermatologe mit einem verbreitetem Vorurteil auf. Von wegen „abhärten“ auf der Sonnenbank, ehe man sich an den Strand oder ins Schwimmbad zum Bräunen legt. „Das ist Unsinn“, sagte Dr. Uhlemann. Die Strahlen in Solarien haben nur eine bestimmte Wellenlänge, während man sich in der Sonne der ganzen Bandbreite der UVB- und UVA-Strahlung aussetzt. Besser ist es, die Haut - natürlich geschützt - in kleinen Schritten der natürlichen Sonne auszusetzen. Außerdem sei es erwiesen, dass durch Solarien Hautkrebs ausgelöst werden kann.

Der wirksamste Hautschutz bleibt nach wie vor, die direkte Einstrahlung zu meiden, wenn dann ein Sonnenbad nur gut eingecremt und am besten bekleidet zu genießen.







27.08.2009

PRESSEMITTEILUNG

„Trier gegen Krebs - Olympiade für das Leben“

Aktionswoche der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. lädt zum Mitmachen ein - Informationen, Unterhaltung, Sport und Spaß

Mit einer vielseitigen Aktionswoche unter dem Motto „Trier gegen Krebs - Olympiade für das Leben“ will die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. eine breite Öffentlichkeit für die Krebsbekämpfung sensibilisieren. Vom 1. bis 6. September geht es an verschiedenen Plätzen in der Stadt um Information und Aufklärung. Aber auch die Unterhaltung, Spiel und Spaß kommen nicht zu kurz.


Trier ist nach Kaiserslautern im vergangenen Jahr die zweite Stadt, in der die „Olympiade für das Leben“ stattfindet. „Auch bei uns heißt es `dabei sein ist alles`. Das gilt vor allem für die Krebsbekämpfung“, sagt Carlita Metzdorf-Klos, die Leiterin des Informations- und Beratungszentrums der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz in der Trier Brotstraße 53. Mit der Aktion wolle man aufrütteln und deutlich machen, wie jeder etwas für sich tun kann.

Den Themen Früherkennung und Prävention sind darum auch eigene Tage gewidmet. Am Donnerstag, 3. September, 10 -17 Uhr stehen im „Forum für die Gesundheit“ Vorträge zur Früherkennung auf dem Programm. In einem begehbaren Darmmodell kann man sich ein lebendiges Bild vom Inneren des menschlichen Körpers machen. Vorträge und Filmbeiträge zur Krebsprävention werden am gleichen Ort am Freitag, 4. September, 10 - 17 Uhr angeboten. Am Informationsstand am Viehmarkt besteht von 10 bis 13 Uhr die Möglichkeit, sich über gesunde Ernährung beraten zu lassen.

Um „Leben mit Krebs“ geht es am Patiententag, Samstag, 5. September, 10 bis 17 Uhr, ebenfalls auf dem Domfreihof. Betroffene und Angehörige erhalten sachliche Informationen, wie sie mit der veränderten, schwierigen Situation besser zurecht kommen können und wo sie Hilfe erhalten. Unter anderem sind Vorträge zu den Themen Fatique und Schmerz bei Krebs zu hören. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit Vertretern von Selbsthilfegruppen in Kontakt zu kommen.

An allen drei Tagen stehen Fachärzte aus Trier und der Region zu Auskünften und Informationen zur Verfügung. Darüber hinaus stehen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. und weitere Experten für Auskünfte bereit.

Eröffnet wird die Aktionswoche am Dienstag, 1. September um 19 Uhr im Stadtmuseum Simeonstift. Sophie van der Stap liest aus ihrem Buch „Heute bin ich blond - Das Mädchen mit den neun Perücken“. Darin berichtet sie, wie sie es nach ihrer Krebserkrankung mit 21 Jahren geschafft hat, ihr Leben neu zu gestalten. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Trier Gitarrenquartett.

Am Mittwoch steht - bei ebenfalls freiem Eintritt - ein Filmabend auf dem Programm. Um 19. Uhr wird im Broadway Filmtheater, Paulinenstr. 18, der preisgekrönte Film „Kirschblüten-Hanami“ gezeigt.

Zu einem Bücherbasar zugunsten des Projektes „Kinder krebskranker Eltern“ des Informations- und Beratungszentrums Trier lädt der Zonta-Club Trier am Samstag, 5. September, 11-16 Uhr auf den Hauptmarkt ein.

„Ein Zeichen setzen“ heißt es am Sonntag, 6. September, im Moselstadion. Dort findet von 10.30 bis 12.30 Uhr der Lebenslauf mit großer Tombola statt. Bei der sportlichen Veranstaltung für Jung und Alt darf gelaufen, gewalkt oder gegangen werden, alles ist erlaubt. Hintergrund der Veranstaltung ist die olympische Idee „dabei sein“. So kann man Solidarität mit erkrankten Mitbürgern zeigen und gleichzeitig etwas für die eigene Gesundheit tun. Das Startgeld beträgt 5,00 Euro für Erwachsene und 3,00 Euro für Kinder.

Um 13.30 bis 14.30 Uhr schließt sich im Moselstadion die Abschlussveranstaltung an. Zum Ende der Aktionswoche überreicht Landrat Dr. Günther Schartz den Staffelstab an Landrat Dr. Alexander Saftig (Mayen-Koblenz), denn 2010 wird die „Olympiade für das Leben“ in Koblenz stattfinden.

Die Aktionswoche „Trier gegen Krebs - Olympiade für das Leben“ war schon im Vorfeld auf große Resonanz gestoßen. Gesundheitsministerin Malu Dreyer, Landrat Günther Schartz, Oberbürgermeister Klaus Jensen und Bürgermeister Georg Bernading stellten sich für die Schirmherrschaft zur Verfügung. „Wir sind sehr dankbar, dass sich hier in Trier und darüber hinaus so viele Gruppierungen, Vereine, Unternehmen, Ämter und Kliniken zur Mitwirkung an der Aktionswoche bereit erklärt haben und dabei sind“, sagt Carlita Metzdorf-Klos. Sie ist sicher, dass das Angebot der Aktionswoche auch bei der Bevölkerung großes Interesse finden wird.







06.07.2009

PRESSEMITTEILUNG

Angebote für Menschen, die gesund werden oder gesund bleiben möchten

Neues Halbjahresprogramm der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.

Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., die sich seit 50 Jahren um krebskranke Menschen und ihre Angehörigen kümmert, ist nicht nur beratend tätig. Neben den für die Betroffenen kostenfreien, individuellen Beratungen bietet sie ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm an, das im Rahmen der Prävention auch „Gesunden“ die Möglichkeit gibt, sich über Risiken und Vorbeugung zu informieren. Eine neue Broschüre mit den Terminen für das zweite Halbjahr ist soeben erschienen.


In der psychosozialen Nachsorge haben die Beratungen durch die Psychoonkologinnen und Psychoonkologen der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. für die Betroffenen eine sehr große Bedeutung. Denn eine Krebserkrankung erfasst nicht nur den Körper. Die Seele leidet mit. Das persönliche Umfeld des Patienten ist ebenfalls betroffen. Es kann zu Problemen mit der Berufstätigkeit kommen und nicht selten auch zu wirtschaftlichen Notlagen. In alle diesen Fragen ist die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. mit ihrem landesweiten, wohnortnahen Beratungsstellennetz in Rheinland-Pfalz der Ansprechpartner Nummer Eins.

Ergänzt werden die Beratungen und Begegnung in Selbsthilfegruppen und geleiteten Gruppen mit Gesprächsangeboten zu lebenswichtigen Themen durch Angebote, die die Kreativität fördern oder zu einem besseren Körpergefühl führen. Ziel ist dabei immer eine bessere Lebensqualität für die Betroffenen.

„Aber auch und gerade für ”Gesunde“ sollten eine bewusste Lebensführung und ein geschärftes Bewusstsein für Risikofaktoren und Warnsignale Ziel sein, um das Mögliche Zur Vermeidung einer Krebserkrankung zu tun“, erklärt Wolfgang Neumann, der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. Durch Vorträge und Gespräche will der Verein auch sie informieren.

Zu ganzjährigen, fortlaufenden Angeboten unter dem Dach der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz in der Koblenzer Löhrstraße 119 gehören verschiedene Gesprächsgruppen: für Leukämie- und Lymphomerkrankte, für Angehörige, für krebskranke Frauen, für betroffene Frauen, Männer und Angehörige. Selbsthilfegruppen für krebskranke Frauen, für junge Erwachsene, für betroffene Frauen, Männer und Angehörige, für Prostatakranke und Angehörige bieten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

Darüber hinaus bietet die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz für Krebskranke diverse Kurse, Seminare und Workshops an. Hierfür wird im Gegensatz zu den Beratungen eine geringe Teilnehmergebühr erhoben. Die Teilnahme ist nicht an eine Mitgliedschaft gekoppelt. Doch wer Mitglied in dem gemeinnützigen Verein ist, kommt in den Vorteil einer reduzierten Teilnehmergebühr.

Das Kursprogramm startet im September mit einem sechsteiligen „Ganzheitlichen Gedächtnistraining“. Ebenfalls im September findet für Frauen während oder nach einer Krebserkrankung ein Kosmetik- und Schminkkurs „Wohlfühlen durch gutes Aussehen“ statt. Ab Oktober stehen sechs Treffen für „Allgemeine Entspannungsverfahren“ auf dem Programm.

Die Reihe der Vorträge und Gesprächsrunden eröffnet im August der Vortrag „Nicht erkrankt und trotzdem betroffen - die Situation Angehöriger“. Die nächste Vortragsveranstaltung im September widmet sich dem Thema „Der Nutzen der Statistik - was bewirken die Arbeit des Krebsregisters Rheinland-Pfalz und des Nachsorgeprogramms?“ Mit „Qualitätssicherung in der Onkologie - Welche Netzwerke stehen den Tumorkranken in Koblenz zur Verfügung?“ befasst sich der Vortrag im Monat Oktober. Im November gibt es wieder „Märchen für Erwachsene“ und im Dezember eine „Meditation zum Advent“.

Zu den Sportangeboten gehört jeden Freitag die Gruppengymnastik für brustoperierte Frauen. Ebenfalls wieder angeboten wird anfang September ein Schnupperkurs „Softwalking nach Krebs“ mit vier Treffen.

Einen festen Platz im Präventionsangebot der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. hat seit vielen Jahren das „Rauchfrei Programm“, mit dessen Hilfe man zum Nichtraucher werden kann.

Angefordert werden kann das neue Halbjahresprogramm bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., Löhrstraße 119, 56068 Koblenz, Tel. 0261 988650, E-Mail: koblenz@krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. Nähere Informationen finden Interessenten auch im Internet: www.krebsgesellschaft-rlp.de



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Alkohol und Nikotin sind Risiko für die Mundgesundheit

Vortrag bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V.

Krebserkrankungen im Kopf-, Hals- und Mundbereich nehmen inzwischen auch bei Frauen zu. Über die Entstehung und Vorbeugung der hauptsächlich durch Alkohol und Nikotin verursachten Tumorerkrankungen informierte die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.


Im Rahmen der Aktionswoche Alkohol der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung referierten Prof. Dr. Dr. Richard Werkmeister, Vorsitzender der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. und Leiter der Abteilung Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie, Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz sowie Prof. Dr. Jan Maurer, Chefarzt HNO-Klinik, Katholisches Klinikum Marienhof Koblenz über das Thema „Alkohol und Tumore im Kopf-Hals-Mundbereich“.

Die Krebsgesellschaft, die Krebskranke und ihre Angehörige unterstützt, ist gleichfalls präventiv tätig. Durch Aufklärung will sie helfen, dass Krebs erst gar nicht entsteht, sagte Prof. Werkmeister. Während Brust- oder Darmkrebs im Bewusstsein der Bevölkerung vorhanden seien, sei die bösartige Erkrankung der Mundhöhle wenig bekannt.

Dabei haben Tumorerkrankungen im Bereich des Mundes und des Rachens unter allen Krebserkrankungen einen Anteil von 5 % Prozent. Jährlich erleiden in Deutschland ca. 10.000 Menschen diese heimtückische Erkrankung. Als Ursachen sind vor allem der übermäßige Konsum von Alkohol und Nikotin erwiesen. Besonders gefährlich ist die Kombination von beidem. Und je hochprozentiger der Alkohol ist, desto heikler. Aber auch mechanische Reize wie raue Kanten und Druckstellen von Zahnprothesen oder Wangenbeißen begünstigen die Entstehung.

Im Bereich von Zunge, Lippe, Gaumen und Rachen kommt es zunächst zu Verhornungsstörungen, d.h. die Schleimhaut verändert sich. Weiße und feuerrote Flecken sind erste äußere Anzeichen. Nicht jeder weiße oder rote Fleck in der Mundhöhle ist eine Vorstufe zu Krebs. Eine solche Veränderung sollte aber untersucht und abgeklärt werden. Eine ganz wichtige Rolle bei der Früherkennung haben die Zahnärzte, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen und HNO-Ärzte.

Weiter informierte Prof. Werkmeister weiter über Diagnose und Therapie. Neben der operativen Tumorentfernung kann auch eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie notwendig sein. Ein Schwerpunkt am Bundeswehrzentralkrankenhaus ist die Wiederherstellungschirurgie. Diese hat beim Tumorpatienten das Ziel, durch komplexe chirurgische Verfahren neben der Ästhetik des Gesichtes auch das Kauen, Schlucken und Sprechen zu erleichtert. Dabei kommen auch Zahnimplantate zum Einsatz.

Alleine im Katholischen Klinikum Marienhof werden jährlich etwa 200 Patienten mit Krebserkrankungen im Bereich von Kopf, Hals und Mund behandelt, berichtete Prof. Dr. Jan Maurer. Er machte den Zuhörern des Vortrages verständlich, wie es zur Entwicklung eines Tumors kommt. Durch eine Veränderung im Erbmaterial der Zellen, können diese den Befehl erhalten, sich immer weiter unkontrolliert zu teilen. So entsteht Krebs, der zu einer Zerstörung von gesundem Gewebe führt, Tochtergeschwülste bildet und letztendlich lebensbedrohlich sein kann.

Erste Warnsignale für die Erkrankung können Schluckstörungen, Heiserkeit, Luftnot, Schwellungen am Hals sein. Mittels der HNO-Diagnostik und durch eine Gewebeprobe kann abgeklärt werden, ob es sich um Symptome einer gutartigen oder bösartigen Erkrankung handelt. Hier gilt ganz eindeutig, dass die Heilungschancen, umso größer sind je früher ein Krebs entdeckt wird.

Prof. Maurer plädierte für eine bessere Prävention. An den Schulen sei bei 14- bis 15-Jährigen Alkohol das Suchtmittel Nummer Eins. Die Primärprävention müsse darum eine gesellschaftliche Aufgabe sein. Auch Präventionsprogramme für bestimmte Berufsgruppen wären sinnvoll.



Die Referenten (v.l.): Prof. Dr. Dr. Richard Werkmeister, Vorsitzender der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz und Prof. Dr. Jan Weiler.


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Wie gefährlich ist Alkohol?

Alkohol gilt als maßgeblicher Risikofaktor bei der Krebsentstehung. Gesicherte Daten belegen, dass er für Tumore im Bereich von Mund, Rachen, Atem- bzw. Speiseweg und Kehlkopf verantwortlich ist. Im Rahmen der Aktionswoche Alkohol der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. zu diesem Thema. Alle Interessierten sind eingeladen zu dem Vortrag am Mittwoch, 17. Juni, 18 bis 19.30 Uhr, Koblenz, Löhrstraße 119. Über „Alkohol und Tumore im Kopf-Hals-Mundbereich“ sprechen der Vorsitzende der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., Prof. Dr. Dr. Richard Werkmeister, Leiter der Abteilung Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie, Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz und Prof. Dr. Jan Maurer, Chefarzt HNO-Klinik des Katholischen Klinikums Marienhof Koblenz .

Für die Teilnahme an der kostenlosen Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel. 0261 988650 oder koblenz@krebsgesellschaft-rlp.de.




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Marinekameradschaft „Admiral Mischke“ hilft Tumorkranken

Wohltätigkeitskonzert - 1000 Euro an die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. übergeben

Für mehrfache Freude sorgte die Marinekameradschaft „Admiral Mischke“ Lahnstein mit ihrem diesjährigen Wohltätigkeitskonzert. In der Stadthalle erlebten die Besucher großartige „Melodien der Meere“ mit den Shanty-Chören aus Köln, Duisburg und Lahnstein. über den Reinerlös der Veranstaltung konnten sich jetzt zwei Organisationen freuen.


Für die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. mit Hauptsitz in Koblenz nahm deren Geschäftsführer Wolfgang Neumann (r.) aus den Händen des stellvertretenden Vorsitzenden der Kameradschaft Marinekapitän Hans-Georg Schwamb (2. v.l.) einen Scheck in Höhe von 1000 Euro entgegen. Das Geld kommt der Beratung von Krebskranken und ihrer Angehörigen zugute.

Da die individuellen Beratungen für die Betroffenen kostenfrei sind und für die Kostenübernahme noch immer eine gesetzliche Regelung fehlt, ist der gemeinnützige Verein auf Spenden unbedingt angewiesen, sagte Wolfgang Neumann. Im Namen der Tumorkranken bedankte er sich herzlich für die Hilfe. Unterstützung brauchen Krebskranke nicht nur in der akuten Situation der Diagnose und Therapie, sondern oft auch danach, wenn es darum geht, die Krankheitsfolgen zu bewältigen, im beruflichen oder im familiären Bereich einen neuen Weg zu finden.

Eine weitere Spende in Höhe von 800 Euro übergab die Marinekameradschaft an Werner Schiebert (l.) vom Deutschen Marinebund. Sie soll für die Erhaltung des Marineehrenmals in Laboe verwendet werden.




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Weltnichtrauchertag: ein Anlass zum individuellen Rauchstopp

Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. befürwortet deutlichere Warnhinweise - Regelmäßig Kurse zur Rauchentwöhnung

Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. befürwortet eine Verschärfung der Warnhinweise vor dem Rauchen durch bildliche Darstellungen auf Tabak- und Zigarettenpackungen. Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai fordert Prof. Dr. Dr. Richard Werkmeister, der Vorsitzende der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., eine noch konsequentere Aufklärung über die Gefahren für die Gesundheit und einen besseren Schutz vor dem Passivrauchen. Wer mit Rauchen aufhören möchte, findet Hilfe in den „Rauchfrei“ - Kursen der Krebsgesellschaft.


„Die meisten Raucher sind nur unzureichend über die konkreten Gesundheitsgefahren des Tabakkonsums informiert und unterschätzen diese“, sagt Prof. Werkmeister. Die erheblichen Risiken zu ignorieren oder zu verdrängen, könne jedoch tödlich sein. Jährlich sterben in Deutschland etwa 140 000 Menschen an durch Rauchen bedingten Krankheiten und etwa 3 300 Menschen, weil sie jahrelang passiv mitrauchen mussten.

Diese Zahlen seien ein trauriger Beleg dafür, dass die bisherigen Texthinweise auf Zigarettenschachteln den erhofften Effekt verfehlten. Wirkungsvoller wären zusätzlich abschreckende bildliche Darstellungen, wie sie in anderen europäischen Staaten bereits üblich sind. „Eine Botschaft in Bildform ist schneller zu erfassen und prägt sich besser ein“.

Bis zu 90 Prozent der Tumore an Organen, die direkt mit dem Tabakrauch in Verbindung kommen, entstehen nur durch das Rauchen, verdeutlicht Werkmeister. Als Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg weiß er um die großen gesundheitlichen Schäden, die die mehr als 70 im Tabakrauch enthaltenden Krebs erzeugenden Substanzen auch in der Mundhöhle anrichten. „Das Risiko für Krebs der Mundhöhle, des Kehlkopfes, des Rachens und der Speiseröhre ist, abgesehen von der unmittelbaren Gefährdung der Lunge und der Atemwege, umso höher, je mehr Zigaretten ein Raucher täglich konsumiert, je früher er mit dem Rauchen begonnen hat und je länger er bis ins Alter raucht.“

Vom Nikotin zu lassen, lohne immer, betont der Vorsitzende der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. Der Weltgesundheitstag könnte für Raucher ein Anlass zum Aufhören sein, appelliert Werkmeister. Denn ein Rauchstopp senke das Risiko an Krebs zu erkranken bereits innerhalb weniger Jahre. Dieses Risiko zu vermeiden, habe jeder selbst in der Hand.

Wer Nichtraucher werden will, dem hilft die Krebsgesellschaft in ihren seit vielen Jahren erfolgreich veranstalteten Kursen im Rahmen des „Rauchfrei- Programms“. Sie werden von einem dafür speziell ausgebildeten, erfahrenen Trainer geleitet. Nähre Informationen erhalten Interessenten unter Tel. 0261 988650 oder koblenz@krebsgesellschaft-rlp.de.

Am besten, so der Vorsitzende der Krebsgesellschaft abschließend, ist es jedoch, erst gar nicht mit dem Rauchen anzufangen. Die Krebsgesellschaft will darum ihre Präventionsarbeit gerade auf diesem Gebiet verstärken und die Bevölkerung kontinuierlich über die Gesundheitsgefahren aufklären.



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Gemeinsam für die Menschen „Trier gegen Krebs“

Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. lädt zum Tag der offenen Tür am 3. Juni - Informationen im Netzwerk

Seit 25 Jahren ist das Informations- und Beratungszentrum Trier der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz viel gefragte Anlaufstelle für Krebskranke und ihre Angehörigen, die hier vor allem in den individuellen, für die Betroffenen kostenlosen Beratungen Hilfen finden. Am Mittwoch, 3. Juni, lädt es zu einem „Tag der offenen Tür“. In der Brotstraße 53 und Am Pranger gibt es in der Zeit von 10 bis 17 Uhr Informationsstände, Vorträge und Filmvorführungen.


Der „Tag der offenen Tür“ bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich rund um das Thema Krebs und vor allem über der Krankheit vorbeugende Präventionsmaßnahmen zu informieren. Professionelle Berater klären über Früherkennungsuntersuchungen auf. Außerdem wird über Therapien und die Angebote von Selbsthilfegruppen informiert.

„Wir arbeiten in einem Netzwerk ganz im Sinne der betroffenen Menschen mit anderen Einrichtungen und Organisationen in der Region zusammen“, sagt Carlita Metzdorf-Klos, die Leiterin des Informations- und Beratungszentrums Trier der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. Ziel dieser Kooperation ist es, im Einzelfall die jeweils passende Unterstützung möglich zu machen.

Besucher des „Tags der offenen Tür“ können so auch mit anderen Betroffenen etwa von Selbsthilfegruppen oder mit den ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Krebsgesellschaft ins Gespräch kommen. Letztere sind vor dem Eingang des Informations- und Beratungszentrums in der Brotstraße 53 an einem Info-Tisch voller hilfreicher Informationsmaterialien anzutreffen.

In den Räumlichkeiten der Beratungsstelle, die an diesem Tag besichtigt werden können, finden verschiedene Vorträge und Filmvorführungen statt: 11.30 Uhr „Brustkrebs-Leben mit Metastasen“, ein Filmbeitrag der Frauenselbsthilfe nach Krebs; 12 Uhr und 15 Uhr „Hilfsmitteleinsatz in der Krebstherapie“, Mitarbeiterinnen eines örtlichen Sanitätshauses informieren über Hilfsmittel bei Brust-, Prostata, Darmkrebs und anderen Krebserkrankungen; 15. 30 Uhr Vorstellung des Landesverbandes der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten Rheinland-Pfalz e.V., ein Filmbeitrag; 16 Uhr Vorstellung der Selbsthilfegruppe ILCO - Wie wichtig ist Vorsorge, ein Vortrag der ILCO-Gruppe Bitburg.

Am Pranger werden Mitglieder der Selbsthilfegruppen an ihren Informationsständen anzutreffen sein. Auch an die Kinder ist bei der Gemeinschaftsveranstaltung gedacht. Für sie gibt es einen Ernährungsquiz (mit Urkunde) und sie können sich Buttons zum Anstecken herstellen.

„Die Menschen sollten weniger Berührungsängste mit dem Thema Krebs haben. Je besser man informiert ist, umso größer sind die Chancen die Krankheit zu vermeiden bzw. sie zu bewältigen“, erklärt Carlita Metzdorf-Klos. Sie und ihre Team freuen sich auf viele Besucher beim „Tag der offenen Tür.“




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Kraft finden, um schwere Situationen zu ertragen

„Was gibt Trost - gerade in schweren Zeiten?“, dieser Frage widmet sich eine Vortragsveranstaltung, zu der die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. für Dienstag, 9. Juni, 18 bis 20 Uhr, in ihre Räume in Koblenz, Löhrstraße 119, einlädt.

Referentin ist Dr. phil. Sylvia Brathuhn, Landesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. und Gruppenleiterin der Frauenselbsthilfe nach Krebs Neuwied. Die Diplom-Pädagogin und Trauerbegleiterin wird aufzeigen, woraus sich Trost schöpfen lässt. Zum Beispiel aus den inneren Ressourcen durch „gutes“, öffnendes Denken, aus der Spiritualität und aus dem Miteinander, indem man sich Hilfe bei anderen holt.

Der Vortrag will Impulse geben und die Teilnehmer zum Gespräch und Austausch anregen darüber, wie Menschen Kraft finden, auch schwere Situationen zu ertragen.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 0261 988650 oder E-Mail: koblenz@krebsgesellschaft-rlp.de. Die Teilnahme ist kostenlos.



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Weg zum Screening kann Leben retten

Mammographie bewährt sich zur Früherkennung von Brustkrebs

Die Frage, ob das Mammographie-Screening für Frauen mehr Sicherheit bringt, beantwortete Dr. Toni Vomweg bei der jüngsten Vortragsveranstaltung bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. mit einem klaren Ja. Weil die Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs so effektiv ist, sollten mehr Frauen von dem kostenlosen Angebot Gebrauch machen, appellierte der Facharzt für Radiologie und das Mammographie-Screening-Programm Mittelrhein am Radiologischen Institut Dr. von Essen Koblenz.


Die Zahlen sprechen für sich. Mit der Einführung des Brustkrebs-Screenings konnte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Sterblichkeitsrate um 35 Prozent gesenkt werden. Die frühe Entdeckung eines Tumors bedeutet größere Heilungschancen und schonendere Behandlung.

In Rheinland-Pfalz startete die Reihenuntersuchung für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren im Mai 2007. Innerhalb des ersten Jahres wurden 122 000 der insgesamt anspruchsberechtigten 508 000 Frauen schriftlich eingeladen. 51 Prozent der Eingeladenen begaben sich zur Mammografie. Für viele war dies möglicherweise lebensrettend. Von den 557 Tumoren, die dank des Screenings innerhalb von zwölf Monaten bei rheinland-pfälzischen Frauen entdeckt wurden, befanden sich 80 Prozent noch in einem frühen Stadium. Somit haben die Betroffenen gute Chancen für die Heilung des Brustkrebses.

Ärzte, die im Mammografie-Screening arbeiten, sind besonders erfahren, berichtete Dr. Vomweg. Sie müssen pro Jahr mindestens 5000 Mammografien sehen. Zusätzliche Sicherheit gibt, dass alle Aufnahmen von zwei Ärzten in einer so genannten verblindeten Doppelbefundung bewertet werden. Verdachtsfälle werden innerhalb des Mammographie-Programms in der wöchentlichen Konferenz der Befunder vorgestellt und besprochen.

Ebenfalls besonders ausgebildet ist das medizinische Personal, welches die Untersuchungen durchführt. Die untersuchten Frauen müssen für das Screening nicht viel Zeit mitbringen. Da es nach den Aufnahmen keinen Arztkontakt gibt, können sie unmittelbar danach wieder nach Hause. Innerhalb von etwa einer Woche wird ihnen das Ergebnis der Untersuchung per Post zugestellt.

Wie groß ist das Strahlenrisiko bei einer Mammographie? In dieser Frage räumte der Referent mit einem immer noch weit verbreiteten Vorurteil auf. Das zusätzliche Risiko durch die Untersuchung an Brustkrebs zu erkranken betrage lediglich 0,0084 Prozent. Die eingesetzten Geräte unterliegen einer strengen Zulassungsprüfung und einer täglichen bzw. wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Kontrolle. Das Nutzen: Risiko Verhältnis für die Screening Teilnehmerinnen spräche eindeutig zugunsten der Früherkennungs-Untersuchungen (>300:1).

Auch dem früher geäußerten Vorbehalt durch eine Biopsie, also der punktuellen Entnahme von verdächtigem Gewebe, könnten Zellen versprengt werden, widersprach Dr. Vomweg. Seit etwa 15 Jahren werden durch die Biopsie Gewebeproben entnommen. Die Methode habe sich zur Brustkrebsfrüherkennung so bewährt, dass sie schon lange in die S3-Leitlinien aufgenommen wurde. Vermehrte Metastasen wurden während all der Jahre nicht beobachtet.

Ziel sei es, die Teilnehmerzahl am Programm weiter zu erhöhen auf über 70 Prozent, erklärte der Referent. Zur Prävention von Brustkrebs empfahl er, weniger Alkohol zu trinken, übergewicht abzubauen und regelmäßige körperliche Bewegung. Die Einnahme von Hormonen erhöhe das Brustkrebsrisiko nach heutiger Erkenntnis um ein bis zwei Prozent...

Hier muss jede Frau zusammen mit ihrem Frauenarzt selbst und überlegt entscheiden, ob die Wechseljahres-Beschwerden oder andere Erkrankungen (bspw. eine Osteoporose) die Einnahme rechtfertigen. Ein allgemeines „Nein“ zur Hormoneinnahme sei genauso falsch wie eine unüberlegte Hormoneinnahme über Jahrzehnte.



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Angebote für Krebskranke sollen weiter ausgebaut werden

Finanzierung macht Sorgen - Konstituierende Sitzung des neuen Vorstandes der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.

Mit seiner konstituierenden Sitzung hat der neue Vorstand der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. seine Arbeit aufgenommen. Vorsitzender Prof. Dr. Dr. Richard Werkmeister umriss dabei die Schwerpunkte der künftigen Arbeit.


Prof. Werkmeister erklärte: „Von entscheidender Bedeutung ist es, das bisher Erreichte zu sichern und im Interesse der krebskranken Menschen weiter auszubauen und mit wissenschaftlicher Begleitung fort zu entwickeln. Im Vordergrund steht die psychosoziale Beratung für krebskranke Menschen und ihre Angehörigen. Fast 19.000 Inanspruchnahmen im vergangenen Jahr, zeigen die Bedeutung für die Hilfe suchenden Menschen. Die Nachfrage nach Beratungen steigt ständig“.

Nach Auffassung des Vorstandes muss die psychosoziale/pyschoonkologische Beratung in die Regelfinanzierung der Krankenkassen überführt werden, damit das Angebot nicht mehr allein von der Spendenfreudigkeit der Bürger abhängt. Im öffentlichen und politischen Bereich werde man daher auf Landes- und Bundesebene weitere Anstrengungen unternehmen, um die Verankerung der psychosozialen/psychoonklogischen Beratung als gesetzliche Leistung zu erreichen, kündigte Werkmeister an.

Einen weiteren Akzent setzt der Vorstand in Richtung Sicherung der Qualität. Die Arbeit der Beratungsstellen wird künftig wissenschaftlich begleitet werden, um die Bedürfnisse der Hilfe suchenden Menschen noch besser zu erkennen und in die Arbeit einzubeziehen, aber auch um die Hilfsangebote bedarfsgerecht zu ergänzen.

Als weiteres wichtiges Thema hat sich der neue Vorstand die Krebsvermeidung ausdrücklich auf die Fahnen geschrieben. Im Bereich der Prävention soll die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz noch stärker über eine gesundheitsförderliche Lebensweise aufgeklärt werden. Aber auch die Steigerung der Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen steht wegen ihrer „lebensrettenden“ Bedeutung auf dem Programm.

über die finanzielle Situation des gemeinnützigen Vereins berichtete Schatzmeister Wolfgang Neumann. Die Jahresrechnung 2008, die vom Vorstand einstimmig angenommen wurde, schloss mit einem Defizit von rund 13.300,00 Euro. Im Jahr 2009 werde ein Ausgleich aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage möglicherweise schwerer fallen, erläuterte Neumann den aktuellen Haushalt.

Umso größer sei die Hoffnung, dass sich das Land und die Krankenversicherungsträger im gleichen Umfang wie im vergangenen Jahr finanziell engagieren, um diese wichtige Unterstützung für die vom Krebs Betroffenen zu erhalten.

Der Haushalt 2009 weist Einnahmen und Ausgaben in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro aus. „Wir sind an der Grenze unserer finanziellen Möglichkeiten angelangt“, sagte Schatzmeister Neumann. Um die Anforderungen zu bewältigen, werden zusätzliche finanzielle Mittel benötigt. Ansonsten müssten möglicherweise andere Aufgaben abgebaut werden. Dies wäre zu Lasten der Prävention zum Beispiel aber nicht glücklich und auch nicht im Sinne der Aufgabenstellung des Vereins.



Der neue Vorstand der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. nach seiner konstituierenden Sitzung.



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Kinder spüren jede Veränderung

Netzwerk für Kinder krebskranker Eltern hilft Betroffenen - Beratungsangebote - Informationsflyer

Warum fallen Mama die Haare aus? Warum ist Papa so lange im Krankenhaus? Wird er wieder gesund? Fragen von Kindern, deren Beantwortung dann besonders schwer fällt, wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. „Die Hilflosigkeit ist meist groß“, weiß Geri Kunz von der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz. Um Betroffenen gezielte Hilfe anzubieten, hat sich in Koblenz ein „Netzwerk für Kinder krebskranker Eltern“ gegründet.


Als Beraterin ist die Psychoonkologin und Dipl.-Pädagogin Gerti Kunz sowohl in der Koblenzer Beratungsstelle der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Löhrstraße 119, als auch in der Nebenstelle im Radiologischen Institut Dr. von Essen in der Emil-Schüller-Str. 33, mit Krebspatienten im Gespräch. „Kurz hintereinander kamen mehrere Eltern zur Beratung und schilderten ihre Probleme mit ihren Kindern. Sie waren sehr unsicher, was und wie viel sie den Kindern über die Krankheit sagen sollten und fragten nach speziellen Angeboten“, schildert sie den Hintergrund, der zur Gründung des Netzwerkes führte. Etwa jeder dritte Krebskranke hat Kinder, die noch zu Hause leben.

Ähnliche Erfahrungen hatten auch die Mitarbeiter jener Einrichtungen und Organisationen gemacht, die sich auf Initiative der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz zusammenfanden. Es sind dies neben der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz die Koblenzer Beratungsstelle für Erziehungs-Partnerschafts- und Lebensfragen des Evangelischen Kirchenkreises, der Caritas-Verband Koblenz, das Koblenzer Kinderhospiz Löwenzahn, das Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen Kemperhof, das Schulpsychologische Beratungszentrum Koblenz, der Koblenzer Sozialdienst katholischer Frauen und die WKA Klinik in Diez.

„Schon beim ersten Treffen haben alle bestätigt, dass sie diese Situation kennen: Die Erwachsenen haben den Schock der Diagnose zu verarbeiten und müssen sich über die eigene nächste Zukunft klar werden. Gleichzeitig belastet sie die Frage, wie sie die Situation ihren Kindern vermitteln“, berichtet Gerti Kunz. Sie wissen oft nicht, wie sie das Problem angehen sollen oder wo sie ganz praktische Unterstützung wie zum Beispiel eine Haushaltshilfe oder Spannung abbauende Angebote für Kinder und Jugendliche bekommen.

Gegenüber Kindern und Jugendlichen den Mantel des Schweigens über die Erkrankung zu breiten, ist keine Lösung, verdeutlichen die Fachleute. Auch für Kinder ist es wichtig, mit ihren Gedanken und Gefühlen nicht alleine zu bleiben. Diplompsychologin Sylvia Broeckmann (Stuttgart) forderte bei einem Netzwerktreffen, in jedem Fall eine frühzeitige und altersgerechte Information der Kinder. „Kinder spüren jede Veränderung. Wenn sie nicht wissen, warum vertraute Menschen in ihrer Umgebung sich plötzlich anders verhalten, traurig sind oder oft abwesend, dann sind sie verunsichert, phantasieren Bedrohungen oder fühlen sich schuldig daran.“

Die Reaktionen der betroffenen Kinder und Jugendlichen sind sehr unterschiedlich. Manche Kinder werden auffällig in Schule oder Kindergarten, äußern sich aggressiv oder durch Leistungsverschlechterung. Andere ziehen sich zurück, wieder andere können gar nicht eng genug beim kranken Elternteil sein. Manche Kinder sprechen über die Krankheit, äußern ihre Befürchtungen, andere wirken so, als ob sie die Erkrankung des Elternteils überhaupt nicht zur Kenntnis genommen hätten oder blocken jedes Gespräch darüber ab.

So unterschiedlich die Reaktionsweisen, so unterschiedlich auch die altersspezifischen Möglichkeiten, das Problem zu erfassen. Die Information über die Erkrankung eines Elternteils, so die Referentin, sollten möglichst die Eltern selbst geben. Wichtig: Die Information sollte nach bestem Wissen und Gewissen erfolgen und wenn die Eltern wissen, dass keine Heilung möglich ist, sollten sie ihren Kindern nicht sagen: „Es wird alles wieder gut“. Im Gespräch mit den Kindern gibt es deshalb sinnvollerweise Abstufungen, die die Hoffnungen der Eltern und die Wahrheit über den Befund beinhalten. Die Bandbreite reicht von: „ich werde sicher wieder gesund“ bis „wahrscheinlich gesund“ oder „vielleicht wieder gesund“.

Kinder bis zum Kindergartenalter reagieren vor allem auf die Atmosphäre. Ihnen reicht die Information, dass Mama oder Papa im Moment krank sind und deshalb z.B. weniger spielen können oder häufiger mal beim Arzt sind. Mit dem Kind sollte besprochen werden, in welcher Weise sich die Behandlung erwartungsgemäß auf das Kind auswirken wird: z.B. ... an diesen Tagen bringt dich Frau X in den Kindergarten.

Grundschulkinder können viel Entlastung durch „kleine Fluchten“ wie den Sportverein oder unbeschwerte Spiele mit Freunden erfahren. Jugendliche verkraften in der Regel die gleichen Erklärungen wie Erwachsene. Für sie, die sich alters entsprechend gerade von den Eltern „abnabeln“, ist der Konflikt oft besonders groß. Sie können sich zur Loyalität verpflichtet fühlen, obwohl sie vielleicht lieber gehen möchten.

Eltern und Kinder bzw. Jugendliche können sich an die Netzwerkorganisationen wenden, wenn sie Fragen zur Situation in ihrer Familie haben.

Eine Informationsbroschüre zum Netzwerk sowie weiter führende Informationen zu dem Thema gibt es bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Löhrstr. 119, 56068 Koblenz, Tel: 0261/98865-0 oder unter koblenz@krebsgesellschaft-rlp.de


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Sodbrennen kann ein Warnsignal sein

Zunehmend sind auch Frauen vom Speiseröhrenkrebs betroffen

Im Rahmen der Gesundheitsaufklärung und Präventionsarbeit galt die jüngste Veranstaltung bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. dem Speiseröhrenkrebs (Oesophagus-Carcinom). Ingo Schneider, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Diabetologie, Notfallmedizin, Oberarzt der Medizinischen Klinik I, Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen, Kemperhof Koblenz, informierte über Risikofaktoren, Warnzeichen und Behandlungswege.


Waren es bisher überwiegend Männer, die an einem Speiseröhrenkrebs erkrankten, so sind in den letzten Jahren zunehmend häufiger auch Frauen betroffen. Mit 6000 Neuerkrankungen pro Jahr sind Speiseröhrentumoren im Vergleich zu anderen Krebsarten jedoch selten. Die Erkrankung, sagte Ingo Schneider, tritt vor allem im letzten Lebensdrittel auf.

Trotz intensiver Forschung ist es bisher nicht gelungen, eindeutige Ursachen für die Entstehung dieser Krebsart aufzudecken. Es konnte jedoch ein klarer Zusammenhang zwischen dem Plattenepithelkarzinom im oberen und mittleren Drittel der Speiseröhre mit einem erhöhten Alkohol- und Nikotinkonsum nachgewiesen werden. Ungünstig auswirken können sich auch sehr heiße Getränke und Nitrosamine.

Beim Adenokarzinom im unteren Teil der Speiseröhre liegt die Ursache im Wesentlichen in einem gesteigerten Säure- und Gallenrückfluss (Reflux) aus dem Magen. über Jahre hinweg kann er zu Zellveränderungen führen, aus denen sich ein Speiseröhrenkrebs entwickelt. Die Betroffenen, oft übergewichtige Menschen, leiden häufig unter Sodbrennen, das u.a. durch einen hohen Fettkonsum begünstigt wird.

Vor allem bei dem Barrett-Syndrom, der Schleimhautumwandlung im unteren Teil der Speiseröhre, kann, so der Referent, bei rechtzeitiger Einnahme von Säureblockern eine weitre Ausdehnung vermieden werden. In frühen Stadien besteht die Chance, den Speiseröhrenkrebs durch endoskopische Therapie oder Operation zu entfernen. Ingo Schneider erklärte weitere heute gängige Operationsverfahren bis hin zur Entfernung und Rekonstruktion der Speiseröhre. Strahlen- und Chemotherapie sowie die Schmerztherapie kommen ebenfalls zum Einsatz.

Der sich langsam entwickelnde Speiseröhrenkrebs macht lange keine Beschwerden. Warnsignale, die der Körper sendet, können neben dem Sodbrennen, Schluckbeschwerden, schmerzhafte Krämpfe der Speiseröhre, Gewichtsverlust und auch Heiserkeit sein.

Vor allem bei häufigem Sodbrennen sollte man sich einmal richtig untersuchen lassen, riet der Referent. Am besten geschieht dies durch eine Spiegelung der Speiseröhre und des Magens. Sie erhöht die Chance der Früherkennung und kann somit die Heilungs- und überlebenschancen signifikant verbessern. Allerdings gibt es hier keine gesetzliche, von den Krankenkassen übernommene Früherkennungsuntersuchung.





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Mammografie-Screening Vortrag informiert

Fast jede Frau kennt in ihrem Umfeld Fälle von Brustkrebs. Obwohl man weiß, dass die Chance auf Heilung um so größer ist, je früher ein Tumor entdeckt wird, lässt die Teilnahme an den von der Krankenkasse übernommenen Früherkennungsuntersuchungen zu wünschen übrig. Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. greift darum das Thema Mammografie-Screening auf, um über die Untersuchung zu informieren.

Eine Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust. Screening bedeutet, dass in einem bundesweiten Programm zur Früherkennung von Brustkrebs allen Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren regelmäßig eine solche Untersuchung angeboten wird. Die Teilnahme an dem Programm ist freiwillig. Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. empfiehlt allen Frauen, von der Möglichkeit der frühen Erkennung von ersten Zeichen eines Brustkrebses unbedingt Gebrauch zu machen. Die Kosten, des im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Mammografie-Screenings werden von den Krankenkassen übernommen.

Welchen Nutzen hat die Mammografie, kann sie schaden, was passiert bei einer Verdachtsdiagnose? Auf diese und andere Fragen geht in der Vortragsveranstaltung „Mammografie-Screening - Mehr Sicherheit für Frauen?“ Dr. med. Toni Vomweg, Facharzt für Radiologie, Mammografie-Screening-Programm Mittelrhein, Standort Radiologisches Institut Dr. von Essen, Koblenz, ein. Der Vortrag mit anschließender Diskussionsmöglichkeit findet am Mittwoch, 25. März, 18.15 Uhr bis 19.45 Uhr bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V., Löhrstraße 119, 56068 Koblenz statt.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel. 0261 988650, Fax: 0261 9886529, E-Mail: koblenz@krebsgesellschaft-rlp-de.




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Totale Erschöpfung verändert das Leben

Fatigue-Betroffene sind immer müde - Vortrag bei der Krebsgesellschaft

„Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, muss ich sofort ins Bett und schon nach dem Frühstück möchte ich mich am liebsten wieder hinlegen“. Isabelle Klein (Name geändert) ist immer müde, viel zu erschöpft für einen normalen Alltag. Die 47-Jährige leidet unter Fatigue, dem extremen Erschöpfungszustand, über den viele Krebspatienten klagen. über die Fatigue und wie man damit umgehen kann, informierte in einem Vortrag bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. Dr. Michael Maasberg, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie, Mayen.


Während ihrer Krebstherapie konnte sich Isabelle Klein ihre körperliche Abgeschlagenheit noch erklären. Chemotherapie und 35 Bestrahlungen nach der Operation, mit der ihr Mamakarzinom und über 20 Lymphknoten entfernt wurden, forderten ihren Tribut. Aber auch danach kehrte die Leistungsfähigkeit nicht zurück. Zwei Jahre nach ihrer Erkrankung sagt die Westerwälderin: „Die Kraft ist total aus dem Körper.“ Selbst nach neun Stunden Schlaf fühlt sie sich noch müde, oft viel zu erschöpft, um noch zu kochen. Sie muss sich immer wieder ausruhen, um neue Energie zu schöpfen.

75 Prozent aller Krebspatienten leiden unter der Fatigue, einem Phänomen, dem sich die Schulmedizin in Deutschland erst seit den 90er Jahren widmet, sagte Dr. Maasberg. Während sie sich in der Vergangenheit vor allem auf die Tumorbehandlung selbst konzentrierte, machten in den letzten Jahren vor allem die verbesserten Möglichkeiten der Begleittherapien extreme Fortschritte, erklärte der Referent. Zunehmend wird das Augenmerk auf die Verbindung zwischen Therapie und Lebensqualität gelegt.

Die Fatique zu diagnostizieren ist nicht ganz einfach, denn sie ist vor allem eine subjektive Wahrnehmung, die sich nicht messen lässt. Die Beeinträchtigungen wie extreme Müdigkeit, körperliche und geistige Erschöpfung, Energieverlust, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen können nicht nur während der Therapie auftreten, sondern auch danach noch zwei bis drei Jahre anhalten.

Mittlereiweile haben sich etliche Studien mit der Tumorfatigue befasst. Signifikant: Eine Studie brachte die unterschiedliche Einschätzung der Belastung durch Arzt und Patient ans Tageslicht. 41 Prozent der Patienten nannten die Fatigue als ihre größte Beeinträchtigung, aber nur 5 Prozent der Ärzte schätzten dieses Phänomen so ein. Sie hielten mit 94 Prozent vielmehr Symptome wie übelkeit und Schmerzen für die größte Belastung, während lediglich 34 der Patienten diese so einstufte.

Als eine wesentliche Ursache für die Fatigue, erklärte Dr. Maasberg, ist die Blutarmut (Anämie) identifiziert. Sie kann u.a. durch Chemotherapie und Bestrahlung hervorgerufen werden. Die Blutarmut, ergab eine große europäische Studie, wird bei 67 Prozent der Fatiguepatienten ausgemacht.

Dr. Maasberg berichtete von den herausragenden medikamentösen Behandlungsmaßnahmen durch Erythropoetine, ein in einem teuren Herstellungsverfahren gewonnenes biologisches Hormon, das die Zahl der roten Blutkörperchen wieder ansteigen lässt. Linear mit dem Anstieg der Zahl der roten Blutkörperchen steigt die Lebensqualität der Patienten, belegte eine weitere Studie mit 4500 Teilnehmern.

Am wohlsten fühlten sie sich bei einem Hämoglobinwert zwischen 11 und 12. Anhand der Erkenntnisse plädierte Dr. Maasberg für einen möglichst frühzeitigen Beginn dieser Therapie. Denn bei einem Hb-Wert von 10,5 brauche es vier Wochen bis wieder gute Werte erreicht würden. Sei der Ausgangswert aber erst einmal unter 10 gefallen würden für die Therapie 12 bis 14 Wochen benötigt.

Darüber hinaus gibt es eine Menge, was Fatiguepatienten selbst tun können. An erster Stelle stehen Sport und Bewegung. Als hocheffizient, so Dr. Maasberg, hat sich die Krankengymnastik erwiesen. Er empfahl auch, zur Ablenkung seinen Hobbies nachzugehen. Wichtig für Menschen mit Fatigue ist ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus. Das Bett nur zum schlafen nicht zum fernsehen zu benutzen, nach dem Aufwachen sofort aufstehen ebenso wie bei Einschlafstörungen, ein Zu-Bett-Geh-Ritual zu pflegen und tagsüber möglichst wenig zu schlafen, empfahl der Referent. Schließlich sei es gut, wenn die Patienten die Erwartungshaltung an sich selbst reduzierten.

Die Frage aus der Zuhörerschaft, ob es denn einen Facharzt für Fatigue gebe, musste verneint werden. Und auf die Frage, was er von einem Glas Rotwein am Abend halte, antwortete Dr. Maasberg: Wenn der Patient der Meinung ist, dass es ihm gut tut, dann solle er es tun. Apodiktische Vorgaben seien nicht angebracht. Vielmehr müsse jeder in seinen Körper hineinhorchen.

Isabelle Klein folgt dieser Empfehlung soweit sie dazu in der Lage ist. Alle zwei Wochen geht sie mit einer Selbsthilfegruppe ins Bewegungsbad und neuerdings auch regelmäßig jeden Freitag zur Gruppengymnastik der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. für brustoperierte Frauen in Koblenz. „Vor allem die Gymnastik bringt was“, sagt die 47-Jährige. Positiver Nebeneffekt: „Man trifft andere, die betroffen sind und kann sich mit ihnen austauschen. Es ist wichtig, dass man mit Menschen reden kann, die Ahnung davon haben.“

Ein neues Bewegungsangebot macht die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. mit dem Schnupperkurs „Softwalking nach Krebs“, der am 22. April beginnt.



Mehr Teilnehmer als der Raum bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. fassen konnte, wollten den Vortrag von Dr. Michael Maasberg (Foto) über Fatigue, die chronische Müdigkeit bei Krebs, hören.



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Früherkennung nutzen, um Darmkrebs zu vermeiden

Appell der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. zum Darmkrebsmonat März

Anlässlich des Darmkrebsmonats März ruft die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. die Bevölkerung zur Teilnahme an dem von den Gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Früherkennungsprogramm auf.


Angesichts der in den letzten Jahren auch in Rheinland-Pfalz stetig steigenden Zahl der Neuerkrankungen an Darmkrebs könne nicht eindringlich genug auf die Bedeutung der Vorsorge hingewiesen werden, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., Prof. Dr. Samir Said (Koblenz). Während im rheinland-pfälzischen Krebsregister 1999 noch 2790 Neuerkrankungen festgestellt wurden, waren es 2005 bereits 2790 neue Darmkrebspatienten. Die Todesrate sank im gleichen Zeitraum von 1440 auf 1408. Experten schätzen, dass bundesweit jedes Jahr rund 15 000 Menschen gerettet werden könnten, wenn die Maßnahmen zur gesetzlichen Darmkrebs-Früherkennung genutzt würden.

Sowohl bei Männern wie bei Frauen ist der Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. „Rechtzeitig erkannt, ist Darmkrebs heute in bis zu 100 Prozent der Fälle heilbar“, unterstreicht Prof. Said. Er appelliert an die Selbstverantwortung des Einzelnen, selbst etwas für die eigene Gesundheit zu tun und an dem effektiven Früherkennungsprogramm teilzunehmen.

Da Darmkrebs eine Alterserkrankung ist, ist die Vorsorge vor allem im fortgeschrittenen Lebensalter notwendig. Das Früherkennungsprogramm der Gesetzlichen Krankenkassen beginnt zurzeit mit dem 45. Lebensjahr und besteht aus einer Abtastuntersuchung des Enddarms und einem Test auf verstecktes Blut im Stuhl. Ab dem 50. Lebensjahr können alle Versicherten einmal jährlich ihren Stuhl auf nicht sichtbares Blut untersuchen lassen. Eine Darmspiegelung (Coloskopie) kann ab dem 55. Lebensjahr in einem Zeitraum von zehn Jahren zweimal in Anspruch genommen werden.

„Die weit verbreitete Angst vor einer Darmspiegelung ist unbegründet“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. Die schmerzlose Untersuchung dauere in der Regel zwischen zehn und fünfzehn Minuten. Bei der endoskopischen Untersuchung des gesamten Enddarms kann der Arzt die Darmschleimhaut ausleuchten und mit Lupenvergrößerung auf dem Bildschirm betrachten. Dabei können Krebsvorstufen, so genannte adenomatöse Polypen, nicht nur erkannt, sondern auch gleich entfernt werden. „Eine wirksame Krebsprävention ist somit möglich“, betont Prof. Said.

Darüber hinaus empfiehlt die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., sich ballaststoffreich zu ernähren und viel Obst und Gemüse zu essen. Zurückhaltung ist dagegen beim Verzehr von rotem bzw. verarbeiteten Fleisch geboten sowie beim Konsum von Alkohol. Wie bei neueren Studien festgestellt wurde, senkt auch körperliche Bewegung sowohl bei Männern als auch bei Frauen das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken.

Eine kostenlose Informationsbroschüre zum Thema Darmkrebs ist bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., Löhrstraße 119, 56068 Koblenz, Tel. 0261 988650, Fax: 0261 9886529, E-Mail: koblenz@krebsgesellschaft-rlp.de erhältlich.



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Erste Sonnenstrahlen mit Vorsicht genießen

Verführerisches Licht nicht unterschätzen - Hautkrebs-Screening zur Früherkennung

Je länger der Winter, desto größer die Sehnsucht nach Sonne. Doch die direkte Einstrahlung tut der Haut nicht immer gut. Die Kraft der Frühlingssonne wird weithin unterschätzt. Erst recht, wer jetzt zum Skifahren in die Berge fährt, sollte zum Schutz seiner Haut bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Darauf und auf die Möglichkeit des vorsorglichen Hautkrebs-Screenings weist die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. hin.


„Der Hunger nach Sonne ist in dieser Jahreszeit nur allzu verständlich“, sagt Wolfgang Neumann, der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. Wer jetzt zum Skifahren fährt, müsse wissen, dass er sich einem erhöhten Risiko aussetze, wenn er die Haut nicht ausreichend schütze. Auf den Schneepisten und Gletschern ist die für die Haut schädliche UV-Strahlung nämlich besonders hoch.

Zuviel UV-Strahlung bekommt der Haut schlecht. Sie reagiert mit Rötungen und Schwellungen. Es kommt zu einem Sonnenbrand. Wiederholte Sonnenbrände verstärken die Schäden in den Hautzellen. Die Haut altert vorzeitig und es kann unter Umständen zu Hautkrebs kommen.

Wintersportlern empfiehlt die Krebsgesellschaft, sich vor dem Urlaub mit einem entsprechenden Sonnenschutzmittel einzudecken. Welcher Lichtschutzfaktor der richtige ist, hängt vom Hauttyp ab. Wie empfindlich die Haut gegenüber der UV-Strahlung ist, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

In diesem Zusammenhang weist Wolfgang Neumann auf die standardisierte Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs hin. Seit dem 1. Juli 2008 ist sie für alle gesetzlich Versicherten ab dem 35. Lebensjahr eine Kassenleistung, die alle zwei Jahre bei für das Screening speziell fortgebildeten Haut- und Hausärzten in Anspruch genommen werden kann.

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz mitteilte, hatten bis zum Ende des dritten Quartals 2008 in Rheinland-Pfalz 980 Hausärzte und 142 Hautärzte die Genehmigung zur Durchführung des Hautkrebs-Screenings. Täglich würden neue Genehmigungen erteilt.

In Rheinland-Pfalz haben sich in den ersten drei Monaten seit Beginn des Früherkennungsprogramms bereits 60 500 Patienten der Untersuchung unterzogen. Wie bei allen Früherkennungsuntersuchungen hatten auch hier die Frauen (34 500) gegenüber den Männern (26 000) die Nase vorn.

Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 120 000 Menschen an verschiedenen Formen von Hautkrebs. An dem so genannten malignen (bösartigen) Melanom, einem besonders gefährlichen Hautkrebs, sterben in Deutschland jährlich rund 2000 Menschen.

San.-Rat Dr. Günter Gerhardt (Mainz), Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, kommentiert: „Wir appellieren an die Bevölkerung, die neue Leistung zahlreich in Anspruch zu nehmen. Gerade Hautkrebserkrankungen haben in den letzten Jahren zugenommen. Deshalb ist es besonders wichtig, hier zur Vorsorge zu gehen, denn ein frühzeitig erkannter Hautkrebs erhöht die Heilungschancen.“ Weitere Informationen über Hautkrebs enthalten Broschüre und Flyer zum Thema, die bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., Löhrstraße 119, 56068 Koblenz, Tel. 0261 988650, Fax: 0261 988629, E-Mail: koblenz@krebsgesellschaft-rlp.de kostenlos angefordert werden können.



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Tombola hilft für die Beratung von Krebskranken

Viele Gewinner, u.a. von mehreren Reisen, attraktiven Sachpreisen und Gutscheinen, gab es bei der Silverstertombola im Koblenzer Café Einstein. Die Traditionsveranstaltung stand abermals unter dem Motto „Freude bringen und gleichzeitig helfen“. Den Erlös aus dem Losverkauf in Höhe von 1500 Euro konnte jetzt der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., Wolfgang Neumann (Mitte), entgegennehmen. Im Café-Restaurant Palais dankte er für das Engagement von Betriebsleiter Ayhan Soljin (l.), Geschäftsführer Ferit Tayhus (r.), Kemal und Kenan Tayhus sowie der Sponsoren, die durch ihre Spenden die Tombola ermöglichten. „Sie tragen mit dazu bei, dass wir unsere Beratungstätigkeit für Krebskranke und ihre Angehörige auch 2009 fortsetzen können“, sagte Neumann. Allein in Koblenz wurden im vergangenen Jahr 4700 Mal Betroffene kostenlos beraten. Da es für diese wichtige Tätigkeit noch immer keine gesetzliche Förderung gibt, sei der Verein auf freiwillige finanzielle Unterstützung unbedingt angewiesen.






PRESSEMITTEILUNG

4. Februar 2009 ist Weltkrebstag:
Mehr als jeder zweite Bundesbürger ist übergewichtig!


übergewicht erhöht das Krebsrisiko - achten Sie bei Ihren Kindern deshalb auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung!

Berlin.Mehr als jeder zweite Deutsche ist zu dick. Zu diesem Ergebnis kamen verschiedene Studien in den letzten Jahren.Jeder fünfte Bundesbürger sei sogar adipös und hat einen BMI von über 30.Die Adipositashäufigkeit (Fettleibigkeit) junger Erwachsener hat sich in den letzten 10 Jahren nahezu verdoppelt.Nur ein Drittel aller Männer und die Hälfte aller Frauen sind in Deutschland normalgewichtig, fassen der Gesundheitsbericht des Bundes und die Nationale Verzehrstudie II zusammen. Besonders erschreckend: Rund 800.000 der 1,9 Millionen (!) übergewichtigen Kinder zwischen 3 und 17 Jahren sind sogar adipös. „Die Verdopplung in den letzten zehn Jahren ist wirklich Besorgnis erregend, verfügen wir doch schon länger über gesicherte Daten und das Wissen, dass übergewicht nicht nur Herz-, Kreislauferkrankungen und Diabetes begünstigt, sondern es einen nicht unwesentlichen Zusammenhang zwischen übergewicht und Krebsentstehung gibt“, erklärt Prof. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.

übergewichtige haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Nieren-, Speiseröhren-, Brust-, Dickdarm- und Gebärmutterkrebs zu erkranken. Dies zeigt die weltweit größte Ernährungsstudie EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition). Experten schätzen, dass etwa 20 bis 40 Prozent aller Krebsfälle auf übergewicht und falsche Ernährung zurückgeführt werden.

Um weltweit die Menschen auf die Folgen von übergewicht aufmerksam zu machen, hat die Weltkrebsorganisation (UICC) den diesjährigen Weltkrebstag unter das Motto: „übergewicht erhöht das Krebsrisiko - achten Sie deshalb auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung ihrer Kinder!“ (Overweight or obesity can lead to cancer. Encourage kids to balance food and drink choices with physical activity) gestellt.

Laut Studie des Bundesverbraucherministeriums sind vor allem ältere Menschen von schwerem übergewicht betroffen: Fast jeder dritte Teilnehmer über 60 ist adipös. Aber auch bei den jüngsten Teilnehmern haben die Wissenschaftler Adipositas festgestellt: 7 bis 11 Prozent der 14- bis 17-Jährigen sind schwer übergewichtig. „Genau hier setzt die Welt-Krebs-Kampagne an: jungen Menschen einen gesunden Lebensstil vermitteln, um möglichst lange gesund zu bleiben“, so Hohenberger. Die Deutsche Krebsgesellschaft als Mitglied der UICC unterstützt die Kampagne und hofft, mehr Menschen zu gesunder Lebensweise motivieren zu können.

Die International Union Against Cancer und ihre Mitgliedsorganisationen begehen in jedem Jahr den Weltkrebstag. Die diesjährige Kampagne, die auf Eltern, Experten des Gesundheitswesens und politische Entscheidungsträger abzielt, hat seit letztem Jahr ein übergreifendes Thema: die Förderung gesunder Gewohnheiten bei Kindern. Dies kann nachweislich zur Verhinderung von Krebs zu einem späteren Zeitpunkt im Leben beitragen. Die UICC ist eine globale Ressource für Aktivitäten mit mehr als 300 Mitgliedorganisationen in Afrika, in Nord-, Mittel- und Südamerika, im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa und im Nahen Osten.

Weitere Informationen unter: www.krebsgesellschaft.de und www.worldcancercampaign.org

André Franck
Pressestelle der
Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

Tel.: 03643 - 743749
Fax: 03643 - 743536
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PRESSEMITTEILUNG

Vielfältiges Angebot nicht nur für Kranke und ihre Angehörige

Veranstaltungen bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. im ersten Halbjahr 2009

Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., die seit 50 Jahren für an Krebs erkrankte Menschen und deren Angehörige tätig ist, wendet sich mit ihrem Veranstaltungsprogramm im Rahmen der Aufklärung und Prävention auch an „Gesunde“ und alle Interessierten. Das Programm für das erste Halbjahr 2009 gibt einen überblick über die Veranstaltungen.



Bei den Angeboten für Krebskranke geht es vorrangig darum, ihnen bei der Bewältigung der Krankheit und der Krankheitsfolgen zu helfen. Sie erfahren Unterstützung durch Beratung, Information, die Begegnung in Selbsthilfegruppen oder geleiteten Gruppen mit Gesprächsangeboten zu lebenswichtigen Themen. In Kursen, die die Kreativität fördern oder zu einem besseren Lebensgefühl führen, wird dazu ergänzend ebenfalls das Ziel verfolgt, die Betroffenen wieder mehr Lebensfreude empfinden zu lassen.

„Aber auch gerade für „Gesunde“ sollte eine bewusste Lebensführung und ein geschärftes Bewusstsein für Risikofaktoren und Warnsignale Ziel sein, um das Mögliche zur Vermeidung einer Erkrankung zu tun“, erklärt Wolfgang Neumann, der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.

Die Inanspruchnahme der ergänzenden Angebote ist nicht an eine Mitgliedschaft gebunden. Für Mitglieder sind die Gebühren jedoch reduziert.

In den geleiteten Gesprächsgruppen können Betroffene bei psychoonkologischer Fachbegleitung Erfahrungen austauschen und Probleme besprechen. Ein- bzw. zweimal im Monat treffen sich Gesprächsgruppen für Leukämie- und Lymphomerkrankte, für Angehörige, für krebskranke Frauen, für Trauernde. Ferner kommen unter dem Dach der Krebsgesellschaft Selbsthilfegruppen z. B. für krebskranke Frauen, für junge Erwachsene, für Prostatapatienten und Angehörige zusammen.

Die Reihe der Kurse und Workshops für Krebskranke beginnt im Januar mit dem Kurs „Endlich wieder besser schlafen“. Im Zeitraum Februar bis April folgen „Allgemeine Entspannungsverfahren“, „Wohlfühlen durch gutes Aussehen“, und „Ganzheitliches Gedächtnistraining“.

Fachärzte sind die Referenten der Vorträge im Februar „Fatigue - Die große Müdigkeit nach einer Krebserkrankung und -therapie“, im März „Mammographie-Screening - Mehr Sicherheit für Frauen?“ sowie im Juni „Alkohol und Tumore im Kopf-Hals-Mundbereich“.

Um Hilfen bei der Rückkehr in den Beruf nach einer Krebserkrankung geht es im Mai, wenn über „Aufgaben und Unterstützungsmöglichkeiten durch den Integrationsfachdienst“ informiert wird. Mit der Frage „Was gibt Trost - gerade in schweren Zeiten?“ setzt sich ein Vortrag im Juni auseinander.

Zu den regelmäßigen Sportangeboten der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. gehört die Gruppengymnastik für brustoperierte Frauen (Freitagvormittag). Neu ist der Schnupperkurs „Softwalking nach Krebs“ (Beginn 22. April).

Zu allen Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich unter Tel. 0261-988650. Unter dieser Telefonnummer oder unter www.krebsgesellschaft-rlp.de erhalten Interessenten weitere Informationen.



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Christine Vary
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Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. wählte einen neuen Vorsitzenden

Prof. Dr. Dr. Richard Werkmeister ist Nachfolger von Dr. Jochen Heymanns

Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. steht unter einer neuen Führung. Die Mitgliederversammlung wählte als Nachfolger von Dr. Jochen Heymanns Prof. Dr. Dr. Werkmeister zum neuen Vorsitzenden. Im Rückblick und Ausblick konnte Geschäftsführer Wolfgang Neumann konstatieren, dass die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. gut aufgestellt ist. Während der Bedarf an Hilfe und Unterstützung ständig weiter wächst, bleibt die Finanzierung der für Patienten und Angehörige kostenfreien psychoonkologischen und psychosozialen Beratung aber nach wie vor problematisch.



Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., erklärte Dr. Heymanns, befindet sich in einer stetigen Weiterentwicklung. Die Gründung der „Stiftung: Gemeinsam gegen Krebs“ und der prominent besetzte Stiftungsbeirat seien positive Signale an die Öffentlichkeit. Erfreulich auch die weitere Unterstützung der Arbeit durch die Deutsche Krebshilfe und die bemerkenswerte Projektwoche „Olympiade für das Leben“ in Kaiserslautern mit ihren umfassenden Präventionsangeboten. Der anhaltende Spendenfluss bezeuge die Anerkennung und den Stellenwert des Vereins in der Gesellschaft.

Die Anzahl der Mitglieder, jetzt 1320, nimmt weiter zu. In seinem Rechenschaftsbericht gab Geschäftsführer Neumann einen überblick über die Aktivitäten 2007. 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (16,9 Vollzeitstellen) schulterten in den vier zentralen Beratungsstellen in Koblenz, Trier, Ludwigshafen und Kaiserslautern und den 33 Außenstellen allein 17 404 persönliche, telefonische und schriftliche Beratungen.

Neben dem Engagement der Mitarbeiter/innen in fachlich geleiteten Gruppen und Selbsthilfegruppen erwähnte Neumann das von Patienten und Angehörigen stark genutzte erweiterte Angebot, in dessen Rahmen 209 Veranstaltungen, 189 Seminare und Kurse sowie 20 Vorträge stattfanden. Im Bereich der Prävention/Früherkennung wurden 88 Aktionen durchgeführt.

Detaillierte Einblicke in die Arbeit der einzelnen Informations- und Beratungszentren der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz gaben deren Leiterinnen und Leiter. Dabei wurde deutlich, dass die Beratungsaktivitäten abermals gesteigert werden konnten, jedoch an den Grenzen der personellen Kapazitäten angelangt sind. Verstärkt wurde die Kooperation mit anderen Organisationen gleicher Zielsetzung und mit dem stationären Bereich zum Nutzen der Krebskranken und ihrer Angehörigen. Einer der Schwerpunkte der künftigen Arbeit wird der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder krebskranker Eltern sein.

Dank höherer Einnahmen und Einsparungen bei den Ausgaben konnte Wolfgang Neumann als Schatzmeister von einer gesunden Haushaltslage berichten. Die Jahresrechnung schloss mit Einnahmen und Ausgaben von rund 1 Million Euro. Dem Vorstand wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig Entlastung erteilt.

Nach 12jähriger Vorstandsarbeit und fünf Jahren als Vorstandsvorsitzender erklärte Dr. Jochen Heymanns, dass es ihm wegen seiner sehr starken beruflichen Belastung nicht mehr möglich sei, diese verantwortungsvolle Aufgabe fortzuführen. Als seinen Nachfolger schlug er Prof. Dr. Dr. Richard Werkmeister, seit fünf Jahren im Vorstand engagiert und im Beruf Leitender Arzt der Abteilung Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, plastische Operationen am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, vor. Die Versammlung folgte diesem Vorschlag.

Zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wurde Prof. Dr. Samir Said, Facharzt für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie und Proktologie, Chefarzt der Chirurgischen Klinik im Stiftsklinikum Mittelrhein (Koblenz), gewählt, nachdem die bisherige Amtsinhaberin, Dr. Anke Schendera, ebenfalls wegen der beruflichen Belastung nicht mehr kandidierte. Schatzmeister bleibt wie seit 30 Jahren Wolfgang Neumann, Vallendar. Bestätigt wurde auch Prof. Dr. Horst Peter Becker, Leitender Arzt Chirurgie im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, als Schriftführer. Beisitzer sind: Prof. Dr. Richard Berger, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied, Dr. Jochen Schenk, Arzt für Radiologe im Radiologischen Institut Hohenzollernstr. 64, Koblenz, Peter Müller, Arzt für Strahlentherapie im Radiologischen Institut Dr. von Essen, Koblenz, sowie Prof. Dr. Hartmut Link, Chefarzt Medizinische Klinik I im Westpfalz-Klinikum GmbH in Kaiserslautern.

Prof. Dr. Dr. Werkmeister würdigte anschließend das große Engagement seines Vorgängers. Er sagte: „Sie haben sich bleibende Verdienste um die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz erworben.“ So habe sich Dr. Heymanns sehr für die Weiterentwicklung der Betreuung krebskranker Menschen eingesetzt, die ihm als Arzt besonders am Herzen liegen. Gleiches gelte für sein Engagement zur Verbesserung der Qualität in der Behandlung und Versorgung der Patienten.

Zuversichtlich, dass es auch 2009 gelingen wird, das Haushaltsjahr ausgeglichen zu gestalten, äußerte sich Geschäftsführer und Schatzmeister Wolfgang Neumann bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs. Wichtige Vorhaben sind neben dem verstärkten Engagement für Kinder krebskranker Eltern, die Durchführung der „Olympiade für das Leben“ in Trier, Aktivitäten im Bereich der HPV-Impfung sowie die Modernisierung des Internetauftritts.




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Psychoonkologische Begleitung für eine bessere Lebensqualität

Fachtagung 20 Jahre Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft

Die psychoonkologische Begleitung krebskranker Menschen und ihrer Angehörigen ist aus der Praxis moderner Organzentren wie z.B. der zertifizierten Brustzentren oder Rehabilitationseinrichtungen nicht mehr weg zu denken. In Rheinland-Pfalz bietet die Krebsgesellschaft bereits seit 30 Jahren psychoonkologische Begleitung in ihren ambulanten Beratungseinrichtungen in Koblenz, Trier, Ludwigshafen und Kaiserslautern an.



Psychoonkologie befasst sich mit der besonderen Situation krebskranker Menschen, mit ihren seelischen, körperlichen und sozialen Belastungen. Mitarbeiter der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz hatten im Dezember Gelegenheit, sich im Rahmen einer dreitägigen wissenschaftliche Fachtagung „20 Jahre Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft“ in München mit aktuellen Fragestellungen auseinander zu setzen. Die klassische Psychotherapie und die Psychoonkologie haben zwar viele Gemeinsamkeiten, aber auch relevante Unterschiede. Längst nicht jede seelische Belastung, die durch die Schwere der Erkrankung entstanden ist, ist auch eine behandlungsbedürftige Störung im Sinne einer psychischen Erkrankung. Aber rund ein Drittel der Krebspatienten haben einen psychoonkologischen Unterstützungsbedarf bei der Bewältigung der speziellen Probleme wie starke Ängste, Schlaflosigkeit, Veränderungen im sozialen Umfeld, Partnerschaft u.a. Die Rolle der Psyche bei der Krebsverursachung und ihr Einfluss auf die Krankheitsverarbeitung und den Krankheitsverlauf gehörten zu den wichtigsten Themen der Tagung. Die kritische Bewertung zahlreicher Untersuchungen zu diesem Fragenkomplex machte deutlich, dass Menschen, die unter seelischen Belastungen stehen, nicht häufiger an Krebs erkranken als andere. Auch die so genannte Krebspersönlichkeit ist wissenschaftlich gesehen nicht nachweisbar. Deutlich dagegen ist der Einfluss seelischer Faktoren und damit auch die Wirksamkeit psychoonkologischer Begleitung auf die Lebensqualität. Andere Fragen galten der Messung des psychoonkologischen Interventionsbedarfs mit wissenschaftlichen Methoden, der Bedeutung besonders belastender Lebensumstände auf die Krankheitsbewältigung sowie der spezifisch psychoonkologischen Methoden, die den Prozess der Bewältigung unterstützen können. Vorgestellt wurden ferner zahlreiche Studien zu klassisch pschoonkologischen Fragestellungen, die Einfluss auf die weitere Ausdifferenzierung dieses Arbeitsgebietes haben werden.





Hilfen der Krebsgesellschaft
werden immer wichtiger


Festakt zum 30. Jubiläum der psychosozialen Krebsberatung in Rheinland-Pfalz

Vor 30 Jahren schlug in Koblenz die Geburtsstunde der psychosozialen Krebsberatung in Rheinland-Pfalz. Aus kleinen Anfängen hat die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. ein heute landesweites Beratungsstellennetz für Krebskranke und ihre Angehörige aufgebaut. Diese Leistung und die Bedeutung der Hilfen für die Betroffenen würdigte zum Jubiläum ein Festakt in der Rhein-Mosel-Halle.

„Die Menschen in diesem Land können dankbar sein, dass es Sie gibt“. Mit diesen Worten überbrachte Tom Rutert-Klein, Leiter der Abteilung Gesundheit im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit, Familie und Frauen, Mainz, die Glückwünsche von Sozialministerin Malu Dreyer. Der Ministeriumsvertreter zollte hohe Anerkennung für die Aufbauleistung, die geschulterten Aufgaben, die innovativen, bundesweit vorbildhaften Projekte, den langen Atem, den die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz bewiesen habe. Ihre Angebote, die Krebskranke auffangen und ihnen bei der Bewältigung der Krankheit helfen, seien nicht mehr wegzudenken. Ebenso wichtig sei das Engagement der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz im Bereich der Prävention und Früherkennung, mit dem sie das Bewusstsein für ein gesundes Leben schärfe, auf Risikofaktoren und Warnsignale hinweise, um das Krebsrisiko zu minimieren.

„Die Aufgaben werden bedauerlicherweise nicht weniger werden“, stellte Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Richard Werkmeister, der neue Vorsitzende der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. fest. Der Leitende Arzt der Abteilung Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie, plastische Operationen am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz verdeutlichte die wachsenden Anforderungen: 2007 erkrankten laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 11 Millionen Menschen neu an Krebs. Im Jahr 2030 werden es voraussichtlich 15 Millionen sein.

Mitte der 70er Jahre, der hohen Zeit der so genannten Apparatemedizin, nahmen sich einige Menschen in Koblenz der Erkenntnis an, dass an einer Krebserkrankung nicht nur der Körper, sondern der ganze Mensch leidet. Allen voran Dr. Alexander von Essen. „Der Körper kann nicht gesund werden, wenn die Seele leidet“, erinnerte Wolfgang Neumann, zusammen mit von Essen der Begründer der Krebsberatungsstellen in seinem Rückblick. Mit einer Beraterin, Marion Grimm, die beim Festakt mit einem Blumenstrauß geehrt wurde, begann die Arbeit am 8. Dezember 1978 in der Schloßstraße 8.

Nach 30-jährigem großen Engagement für Krebskranke konnte Neumann der seit dieser Zeit auch Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz ist, von einer äußerst positiven Entwicklung berichten. In vier zentralen Beratungsstellen und 36 Nebenstellen fanden allein im vergangenen Jahr Betroffene 17 404 Mal im unmittelbaren Kontakt mit den professionellen Berater/innen der Krebsgesellschaft individuelle Unterstützung.

Allerdings: Die für die Betroffenen kostenfreien Hilfen sind letztlich von den finanziellen Möglichkeiten des eingetragenen Vereins abhängig. 27 Prozent des heute 1,3 Millionen umfassenden Haushaltes der Krebsgesellschaft - vor 30 Jahren waren es umgerechnet 10 000 Euro - decken durch Zuwendungen das Land, Kranken- und Rentenversicherung ab. 13 Prozent steuert die Deutsche Krebshilfe bei. 60 Prozent müssen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden bestritten werden. Neumanns Wunsch zum Jubiläum: Die psychosoziale Beratung für Krebskranke und ihre Angehörige müsste endlich eine gesetzliche anerkannte und finanzierte Leistung werden. Allen Förderern, Spendern und Sponsoren und vor allem den Mitgliedern sagte Neumann ausdrücklich Dank.

Einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte und den aktuellen Stand der Psychoonkologie in Deutschland vermittelte der Festvortrag von Prof. Dr. Joachim Weis (Freiburg). Das Wissen über die Inhalte und die Wirksamkeit psychosozialer Intervention, so sein Fazit, müsse verbessert werden.

In Grußworten unterstrichen Vertreter/innen von AOK, Selbsthilfegruppen und des Tumorzentrums Mainz die Bedeutung der Arbeit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. und unterstrichen die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Streichquartett der Musikschule der Stadt Koblenz.






Marion Grimm



PRESSEMITTEILUNG

Kooperation gewährleistet noch bessere Betreuung der Patientinnen

St. Elisabeth-Krankenhaus Mayen und Krebsgesellschaft arbeiten Hand in Hand


In wenigen Tagen erwartet das St. Elisabeth-Krankenhaus Mayen seine Zertifizierung als Brustkrebszentrum. Eine der Voraussetzungen dafür war, dass dort für die Patientinnen auch eine psychoonkologischen/psychosozialen Beratung angeboten wird. Diese ist seit einem halben Jahr durch die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. sichergestellt und wird von den betroffenen Frauen sehr gut angenommen.

Jeden Donnerstag beginnt Christel Krechel, Psychoonkologin und Beraterin bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., ihren Dienst nicht in der Beratungsstelle in der Koblenzer Löhrstraße 119, sondern in einem eigens dafür hergerichteten Raum auf der gynäkologischen Station des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Mayen. Die Klinik, die seit vier Jahren als Brustkrebszentrum im Verbund des fachübergreifenden Netzwerkes Brustkrebszentrums Koblenz-Mayen (mit acht Kliniken und Spezialpraxen) arbeitet, wird durch die Kooperation mit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz professionell unterstützt.

So ist es gelungen, auch im Bereich Mayen-Koblenz die ambulante und die stationäre psychoonkologische/psychosoziale Beratung besser miteinander zu verbinden, erklärt, Wolfgang Neumann, der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. Damit sind hier die internationalen Qualitätsstandards erfüllt, nach denen die psychoonkologischen Behandlungsmaßnahmen Bestandteil der onkologischen Therapie sein müssen.

Nicht erst nach dem Krankenhaus brauchen Brustkrebspatientinnen Begleitung, weiß Dipl.-Soz./Rel.-Pädagogin (FH) Christel Krechel. Sie steht den Frauen schon bei der Diagnosestellung bei, begleitet sie während ihres Krankenhausaufenthaltes und steht ihnen auch in der Zeit danach zur Verfügung. „Die Diagnose Krebs ist für jeden zunächst einmal ein Schock. Ängste tauchen auf, Hilflosigkeit macht sich häufig breit“, weiß die Psychoonkologin. Diesen Gefühlen Raum zu geben ist ebenso wichtig, wie zu lernen, mit ihnen umzugehen.

In persönlichen Gesprächen erfahren die Patientinnen individuelle Information und Beratung. Die Probleme, die mit der Erkrankung auftauchen können, sind vielschichtig. Die Psychoonkologin sucht mit den betroffenen Frauen Lösungen. Und weil von einer Krebserkrankung auch das soziale Umfeld der Frauen betroffen ist, können die Sprechstunden von den Angehörigen ebenfalls in Anspruch genommen werden.

Unterstützung erhalten die Patientinnen außerdem durch das Erlernen von Entspannungsverfahren und anderen Entlastungsstrategien. Es geht darum, die Selbstheilungskräfte zu stärken und Begleiterscheinungen wie Anspannungen oder Schlafstörungen zu lindern oder zu beseitigen. Ziel der psychoonkologischen/psychosozialen Beratung ist es, zusammen mit den Patientinnen Wege der Krankheitsbewältigung zu finden und ihre Lebensqualität zu verbessern.

„Wir brauchen diese professionelle Hilfe. Die Patientinnen sind froh über dieses Angebot. Ich habe bisher nur Positives gehört“, sagt Dr. Walter Ernst, Chefarzt der Gynäkologischen Abteilung am St .Elisabeth-Krankenhaus. Die Ärzte seien eher organorientiert. Für eingehende Gespräche fehle ihnen nicht nur die Zeit. Darum sei es gut, dass die Patientinnen nun eine speziell dafür eine ausgebildete Ansprechpartnerin haben, die ihnen kontinuierlich zur Verfügung steht. Die Qualität der Betreuung der Brustkrebspatientinnen sei damit deutlich gestiegen.

Schon bei der Diagnose und bei der Aufnahme in die Klinik machen Ärzte und Schwestern die Brustkrebspatientinnen auf das Angebot der psychoonkologischen/psychosozialen Sprechstunde aufmerksam. „Das Angebot wird sehr gut angenommen“, berichtet Pflegedienstleiterin Regine Miessler. Sie hofft, dass die Beratung auch für andere onkologische Patienten ausgeweitet werden kann.

Jede zehnte Frau in Deutschland erkrankt inzwischen an Brustkrebs, weist Chefarzt Dr. Ernst auf die Bedeutung der Brustkebszentren hin. In Mayen werden pro Jahr ca. 80 an einem Mammakarzinom erkrankte Patientinnen operiert. Bei 80 Prozent von ihnen geschieht dies brusterhaltend.

Immerhin die Hälfte der Tumoren wird von den Frauen selbst entdeckt. Doch je früher die Diagnose erfolgt, umso besser sind die Heilungschancen. Frauen, rät der Chefarzt, sollten darum unbedingt am Brustkrebsscreening teilnehmen.



Besprechung über die psychosoziale Beratung im Brustkrebszentrum Mayen (v.l.) Christel Krechel von der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, Pflegedienstleiterin Regine Müller, Stationsleiterin Monika Schmitt, Chefarzt Dr. Walter Ernst.



Ansprechpartnerin für die Presse:
Christine Vary
Tel. 02603 936801
E-Mail: wmvpr@aol.com








PRESSEMITTEILUNG

Seit 20 Jahren im Dienst für Krebskranke

Gerti Kunz (Andernach) ist seit 20 Jahren als Psychoonkologin bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. in Koblenz tätig. Die Dipl.-Pädagogin mit psychoonkologischer Ausbildung hilft Krebskranken und ihren Angehörigen in psychosozialen Beratungen. Durch eine weitere Zusatzausbildung spezialisierte sich Gerti Kunz auch auf das Bochumer Gesundheitstraining, nach dem bei Krebsgesellschaft verschiedene Kurse zur Entspannung angeboten werden. Zum Jubiläum gratulierte Walter Ackermann als Leiter der Koblenzer Beratungsstelle und dankte Gerti Kunz für ihr großes Engagement in der Unterstützung von Krebskranken bei der Krankheitsbewältigung.








PRESSEMITTEILUNG

Märchen bergen Lösungen
Ein Abend für Frauen


Märchen sind nicht nur etwas für Kinder. Auch Erwachsene können darin Erstaunliches entdecken. Speziell Frauen sind von der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. zu einem Abend eingeladen, in dessen Mittelpunkt das Grimmsche Märchen „Aschenputtel“ stehen wird. Die Teilnehmerinnen erkunden gemeinsam, welche aktuellen Themen in dem Märchen angesprochen werden, z. B. wenn der Wert eines Menschen (unter dem Staub der Asche) verdeckt liegt und von anderen nicht gesehen wird und auf welche Weise in dem Märchen Lösungen gefunden werden. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 11. Dezember von 18 bis 21 Uhr in den Räumen der Krebsgesellschaft, Löhrstraße 119, in 56068 Koblenz statt. Der Kostenbeitrag beträgt 1,50 Euro für Getränke und Plätzchen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel. 0261 988650.






PRESSEMITTEILUNG

Festakt ist öffentlich
Krebsgesellschaft informiert


Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Festakt am Mittwoch, 26. November, 19:00 Uhr, im Kleinen Saal der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz. Anlass ist das 30-jährige Bestehen der psychosozialen/psychoonkologischen Beratung in Rheinland-Pfalz, die 1978 mit der Eröffnung der Koblenzer Beratungsstelle der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen wurde.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., Dr. Jochen med. Heymanns, und den Grußworten von Vertretern des Landes und der Stadt unternimmt Wolfgang Neumann, der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., einen Rückblick auf 30 Jahre psychosoziale Beratung in Rheinland-Pfalz Walter Ackermann, Leiter der Beratungsstelle Koblenz, berichtet aus der Praxis der psychosozialen/psychoonkologischen Beratung. Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V hat es sich zur Aufgabe gemacht, Krebskranke und ihre Angehörige in ihrer schwierigen Situation zu begleiten und ihnen konkret zu helfen.

Den Festvortrag zum Thema „Psychoonkologie in Deutschland: Entwicklungsgeschichte und aktueller Stand“ hält Prof. Dr. phil. Joachim Weis, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie (PSO) innerhalb der Deutschen Krebsgesellschaft und Leiter der Psychosozialen Abteilung der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg.

Der Festakt wird musikalisch umrahmt vom Streichquartett der Musikschule der Stadt Koblenz. Im Anschluss ist ein kleiner Imbiss mit der Möglichkeit zum persönlichen Gedankenaustausch geplant.


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PRESSEMITTEILUNG

Kraftvolles LIONS-Benefizkonzert war ein Hochgenuss

Zum 15. Mal begeisterten der LIONS-Club Koblenz - Rhein/Mosel und die Junge Sinfonie Köln mit dem traditionellen Benefizkonzert zugunsten der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. In der vollbesetzten Basilika St. Kastor bescherten Orchester und Solisten unter der musikalischen Leitung von Ulrich Gögel einem begeisterten Publikum ein einzigartiges Hörerlebnis. Auf dem Programm standen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Günter Hässy und Antonin Dvorák. Am Ende der Veranstaltung konnte LIONS-Präsident Manfred Graulich (l.), dem Vorsitzenden der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz Dr. med. Jochen Heymanns (Mitte) und Wolfgang Neumann, Geschäftsführer der Krebsgesllschaft Rheinland-Pfalz (r.), aus dem Erlös des Wohltätigkeitskonzert einen Scheck in Höhe von 3000 Euro überreichen. Das Geld ist für die psychosoziale/psychoonkologische Beratung von Krebskranken und ihren Angehörigen bestimmt.


Lions Orchester

Das Publikum

Die Scheckübergabe






PRESSEMITTEILUNG

Krankheit kann jeden treffen

Warum sich Prinzessin Heide von Hohenzollern als Vorsitzende des Stiftungsrates im Kampf gegen den Krebs engagiert

Um etwas anzustoßen, braucht es oft nur wenige Engagierte, um etwas zu bewegen meist viele Unterstützer. Als Vorsitzende des Stiftungsrates der „Stiftung: Gemeinsam gegen den Krebs“ hofft Prinzessin Heide von Hohenzollern (Andernach) auf zahlreiche Spender und Förderer, die das Stiftungsziel unterstützen. In einem Gespräch erläuterte sie, warum sie sich für die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. und damit für Krebskranke engagiert.

Ziel der im vergangenen Jahr gegründeten und in Koblenz ansässigen „Stiftung: Gemeinsam gegen Krebs“ ist es, die Arbeit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. finanziell nachhaltig abzusichern, damit die Angebote der Krebsgesellschaft auf Dauer aufrechterhalten werden können.

Eigentlich ist es „unbegreiflich, dass die Krebsgesellschaft so sehr um finanzielle Mittel kämpfen muss“. Ihre Arbeit hätte es verdient, besser abgesichert zu werden und nicht vorwiegend von Spenden und Beiträgen der Mitglieder abhängig zu sein, sagt Prinzessin Heide von Hohenzollern.

Doch die psychosoziale/psychoonkologische Beratung ist (noch) keine Leistung der Krankenkassen. Gleichwohl unterhält die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. im Land ein flächendeckendes Beratungsnetz mit vier Zentren in Koblenz, Trier, Ludwigshafen, Kaiserslautern sowie 35 temporär besetzten Nebenstellen. Die Inanspruchnahme der Beratungen ist für Krebskranke und deren Angehörige kostenfrei.

„Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz ist eine ganz wichtige Einrichtung“, unterstreicht die Vorsitzende des Stiftungsrates. „Wenn ein Mensch krank ist, braucht er in besonderem Maß Freunde, Unterstützung und Hilfen. Dass Betroffene eine Krebserkrankung besser bewältigen können, dazu trage die psychosoziale/psychoonkologische Beratung ganz wesentlich bei“. Dieses Engagement will Prinzessin Heide von Hohenzollern unterstützen.

„Der Kampf gegen den Krebs geht uns alle an. Jeden kann die Krankheit treffen. Fast jeder kennt in seiner Verwandtschaft, im Freundes- und Bekanntenkreis jemand, der an Krebs erkrankt ist“, meint sie. Mit dem Anliegen der Stiftung will sie „unter die Menschen gehen“, Gespräche führen, präsent sein. „Ich glaube fest daran, dass die Berührungsängste mit dem Thema Krebs aufgebrochen werden können. Wir müssen mehr darüber sprechen.“ Eine Erkrankung, die „so nahe in unserem Leben“ ist, dürfe nicht länger ein Tabu sein.

Es müsse noch bekannter werden, welche Hilfen es bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz gibt, sagt die Vorsitzende des Stiftungsrates. Mehr Bürger müssten erfahren, was jeder selbst zur Bewältigung der Herausforderung Krebs beitragen kann und „wie wir als gesellschaftliches Umfeld helfen können.“

Die gute Arbeit der Krebsgesellschaft wird erschwert, weil nicht genügend finanzielle Mittel da sei, bedauert die Vorsitzende des Stiftungsrates, die mit dem Stiftungsvorstand angetreten ist, dies zu ändern. „Die Deutschen sind ein gebefreudiges Volk“, ist sie zuversichtlich.

Wer die Stiftung finanziell unterstützen will, kann dies durch eine Spende, eine Zustiftung oder auch ein Vermächtnis tun. Die Kontonummer der gemeinnützigen „Stiftung: Gemeinsam gegen Krebs“ lautet 14 86 84 bei der Sparkasse Koblenz, BLZ. 570 501 20. Weitere Informationen finden Interessenten unter www.krebsgesellschaft-rlp.de.



Prinzessin Heide von Hohenzollern möchte als Vorsitzende des Stiftungsrates der „Stiftung: Gemeinsam gegen Krebs“ viele Spender und Förderer finden, die die Arbeit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. für Krebskranke und ihre Angehörige unterstützen.


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PRESSEMITTEILUNG 9.10.2008
Nobelpreis für Forschungen zu Gebärmutterhalskrebs

Die Verleihung des Medizin-Nobelpreises an Harald zur Hausen bestätigt die Bedeutung der  Krebsforschung und die Notwendigkeit der Krebsaufklärung.

Berlin. Die Deutsche Krebsgesellschaft gratuliert Harald zur Hausen zur höchsten wissenschaftlichen Ehrung, die ihm als Mediziner zuteil werden kann – dem Nobelpreis, den er für die Entdeckung der Humanen Papillomviren (HPV) erhält. Das Nobelpreis-Komitee würdigt damit zur Hausens Leistungen als Forscher und Entwickler eines richtungsweisenden Ansatzes in der Krebstherapie und vor allem der Krebsvorbeugung. Prof. Werner Hohenberger, der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, beglückwünscht seinen Kollegen: „Ich freue mich auch persönlich für Herrn zur Hausen. Mit seiner Arbeit hat er entscheidend zum Fortschritt in der Onkologie beigetragen. Gleichzeitig macht die Verleihung deutlich, welche enorme Rolle diese Forschungen im breiten gesellschaftlichen Rahmen spielen, denn Krebserkrankungen gehören nach wie vor und in immer stärkerem Ausmaß zu den prominenten Themen der aktuellen Gesundheitspolitik.“

Mittlerweile gilt als gesichert, dass HPV-Infektionen eng mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs zusammenhängen. Die Entwicklung von Impfstoffen gegen die wichtigsten Virustypen schuf eine neuartige Grundlage zur Bekämpfung dieser Tumorerkrankung und gibt nun der Medizin Hoffnung, dem Krebs bereits präemptiv begegnen zu können. Gelingt es, die Impfungen flächendeckend durchzuführen, so ist für die Zukunft eine deutliche Senkung der Erkrankungsraten bei Gebärmutterhalskrebs zu erwarten.

Um die Menschen zu einer Impfung zu bewegen, ist jedoch engagierte Aufklärungsarbeit nötig, sowohl in Form verlässlicher Information als auch permanenter Diskussion. Harald zur Hausen hat als Leiter des Deutschen Krebsforschungszentrums bewiesen, welchen hohen Stellenwert er diesen, an seine Forschung anknüpfenden Aufgaben einräumt. Dass er damit dem Ethos der Deutschen Krebsgesellschaft entspricht, zeigt die Verleihung des Deutschen Krebspreises, mit dem ihn die Deutsche Krebsgesellschaft bereits 1986 auszeichnete.

Die Bemühungen zur interdisziplinären Diskussion und breitenwirksamen Information sind seither intensiviert worden. So gibt die Deutsche Krebsgesellschaft als Teil einer erfolgreichen Schriftenreihe auch die Broschüre „Schneller als das Virus! – Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs“ heraus. Im Interesse der Bevölkerung ist zu hoffen, dass Broschüren wie diese dazu beitragen, das Bewusstsein über Krebs auszubilden und zu schärfen.

Der Nobelpreis für Medizin ehrt völlig zu Recht einen Krebsforscher von Weltrang für die von ihm geleistete Arbeit. Er sollte uns aber auch darauf hinweisen, dass diese Arbeit noch lange nicht beendet ist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Pressestelle der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

Florian Arndtz

Tel.:       03643 - 743749
Fax:       03643 - 743536

E-Mail:   presse@krebsgesellschaft.de
Internet: www.krebsgesellschaft.de



PRESSEMITTEILUNG


29.7.2008: Krebsgesellschaft: Nichtraucher
dürfen nicht die Leidtragenden sein

Aktuelle Stellungnahme zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes

Mit großem Bedauern hat die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. mit Sitz in Koblenz das gestrige Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Sachen Nichtraucherschutz, demzufolge unter bestimmten Voraussetzungen in Eckkneipen und Discotheken wieder geraucht werden darf, zur Kenntnis genommen. „Dieses Urteil konterkariert den Gesundheitsschutz“, erklärte sie in einer Stellungnahme. Die Krebsgesellschaft will sich weiter für einen konsequenten Nichtraucherschutz einsetzen.

„Das Urteil macht einmal mehr die Halbherzigkeit deutlich, mit der die Gesetzgebung dieses wichtige Thema angegangen ist“, sagte Wolfgang Neumann, der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. gestern. „Wäre man konsequent gewesen, hätte man gleich ein striktes Rauchverbot ohne jegliche Ausnahmeregelungen erlassen, denn die Gefahren, die vom Nikotinkonsum auf die Gesundheit ausgehen, sind unbestritten“.

Die Krebsgesellschaft hofft, dass die Länderregierungen in der bis zum 31. Dezember 2009 vom Bundesverfassungsgericht auferlegten Neuregelung des Nichtraucherschutzes dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung auch tatsächlich Rechnung tragen und eine für alle Bundesländer gleich lautende Regelung treffen. Die Gesundheit als übergeordnetes Gemeinschaftsgut müsse Vorrang vor allen anderen Aspekten haben.

„Es darf auf keinen Fall zu einer Gesetzgebung kommen, bei der die Nichtraucher die Leidtragenden sind“, fordert die Krebsgesellschaft vehement. Das gestrige Urteil stelle nicht nur die Fortsetzung der Gefährdung von Nichtrauchern durch Tabakqualm dar, sondern es bedeute gleichzeitig eine Ungleichbehandlung von Nichtrauchern. „Menschen, die auf ihre Gesundheit bedacht sind, bleibt der Aufenthalt in Eckkneipen jetzt verwehrt“, machte Neumann deutlich.

Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, die in ihrer täglichen Beratungstätigkeit für Krebskranke und deren Angehörige die schlimmen gesundheitlichen Folgen des Zigarettenrauchens sieht, will sich mit einem erneuten Appell an die Landesregierung wenden. „Wir möchten niemandem seine Zigarette vermiesen, aber wir können es nicht oft genug sagen: Allein in Deutschland sterben pro Jahr mehr als 100 000 Menschen aufgrund von Tabakkonsum. 3.300 Nichtraucher sterben ebenfalls, weil sie unfreiwillig Zigarettenqualm einatmen“, erklärte der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz.


Ansprechpartnerin für die Presse:
Christine Vary, Tel. 0172 6542400



PRESSEMITTEILUNG 10.7.08


Stiftung: Gemeinsam gegen Krebs“ startet durch


Mehr finanzielle Mittel, um Krebskranke und deren Angehörigen zu helfen


In Koblenz hat sich jetzt der Stiftungsrat der neuen „Stiftung: Gemeinsam gegen Krebs“ konstituiert. Die Stiftung will die Arbeit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. finanziell nachhaltig sichern und so die hilfreichen Angebote auf Dauer gewährleisten.


„Die Hilfen, die die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz Krebskranken und deren Angehörigen gibt, verdienen höchste Anerkennung und jede Unterstützung“, erklärte Manfred Graulich, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Koblenz, in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der „Stiftung. Gemeinsam gegen Krebs“ zu Beginn der konstituierenden Sitzung. Um diese Angebote auch in Zukunft für die Betroffenen aufrecht zu erhalten, ist die Stiftung ins Leben gerufen worden. Nach dem erfolgreichen Auftakt beim Benefizkonzert mit den Mainzer Hofsängern startet die Stiftung jetzt richtig durch.


Mit der „Stiftung: Gemeinsam gegen Krebs“ erhält die in Koblenz ansässige Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. ein weiteres finanzielles Standbein. Während der Förderbeirat seit Jahren durch die von ihm eingeworbenen Mittel dafür sorgt, dass die Krebsgesellschaft im Rahmen ihres Etats finanziell handlungsfähig bleibt, wird mit der Stiftung nun ein zusätzliches, dringend benötigte finanzielle Basis geschaffen. Die Erträge aus dem Stiftungskapital kommen ausschließlich der Arbeit für Krebskranke zugute.


Schon in diesem Jahr wird sich das bereits vorhandene Stiftungskapital in Höhe von 100.000 Euro durch eine Zustiftung in gleicher Höhe verdoppeln, kündigt Manfred Graulich an. Erbschaften, die dem Förderbeirat zufließen, sollen künftig in der Regel zu 50 Prozent ins Stiftungskapital eingehen. Ziel ist es, das Stiftungskapital mittelfristig, in einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren, auf eine Million Euro anzuheben. „Dazu benötigen wir viele Spender und Zustifter“, betont Graulich.


Der Stiftungsrat will dieses Anliegen engagiert unterstützen. Zu seiner Vorsitzenden wurde einstimmig Heide Prinzessin von Hohenzollern gewählt. Ebenso einstimmig war das Votum für den stellvertretenden Vorsitzenden Staatsminister Prof. Dr. Ingolf Deubel. Weiter gehören dem Stiftungsrat an: Handwerkskammerpräsident Karl-Heinz Scherhag, MdL Dr. Adolf Weiland und Dr. Jochen Heymanns, Vorsitzender der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz.


Wie groß der Bedarf an Hilfen im Falle einer Krebserkrankung ist, verdeutlichten in einem anschaulichen Vortrag Wolfgang Neumann, der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, und Gerti Kunz, eine der Beraterinnen bei der Krebsgesellschaft. Den größten Raum nimmt dabei die psychosoziale/psychoonkologische Beratung ein. Allein im vergangenen Jahr wurden in 17.375 Beratungskontakten Betroffenen persönliche Hilfe und individuelle Unterstützung zuteil. Um dieses Rheinland-Pfalz weite, kostenlose Angebot aufrechterhalten zu können, ist die Krebsgesellschaft auf Spenden angewiesen.


Das Spendenkonto der gemeinnützigen „Stiftung: Gemeinsam gegen Krebs“ hat die Kontonummer 14 86 84 bei der Sparkasse Koblenz, Blz. 570 501 20. Weitere Informationen finden Interessenten unter www.krebsgesellschaft-rlp.de.







PRESSEMITTEILUING



Mit der Krebsgesellschaft erfolgreich um Nichtraucher werden

Regelmäßige Nichtraucherkurse

Als einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz bezeichnet die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. das rheinland-pfälzische Nichtraucherschutzgesetz, das am Freitag, 15. Februar in Kraft tritt. „Wir sind nicht nur gegen das Rauchen, weil es ohne Ausnahme die Gesundheit schädigt, wir helfen Rauchern auch beim Aufhören“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Neumann.
Im Rahmen des Anhörverfahrens im Sozialpolitischen Ausschuss des Landtages zum Gesetzentwurf hatte die Krebsgesellschaft fachlich Position bezogen. Im Wesentlichen stimme das Gesetz mit den Vorstellungen der Krebsgesellschaft überein, in einigen Punkten hätte man sich jedoch konkretere Formulierungen gewünscht, erklärt Wolfgang Neumann.

Hierbei geht es vor allem um den Schutz von Mitarbeiter/innen in Einrichtungen, wo das Rauchen in entsprechend ausgewiesenen Räumen nach wie vor gestattet ist. „Unzureichend ist für uns auch der Schutz vor allem von Jugendlichen, wenn volljährigen Nutzern in Einrichtungen der Jugendhilfe das Rauchen erlaubt wird.“

Nicht einverstanden ist die Krebsgesellschaft mit der Raucherlaubnis für Festzelte. Festzeltbesucher hätten das gleiche Schutzbedürfnis wie Nichtraucher in Gaststätten. Auch gebe es keinen vertretbaren Grund, die Mitarbeiter in den Festzelten den Belastungen durch den Tabakrauch auszusetzen, sagt der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft. Alles in allem aber sei das Nichtraucherschutzgesetz ein Fortschritt. Man bedauere nur, dass die gesetzliche Regelung nicht schon früher gekommen sei.

Wer vom Glimmstängel lassen will, es alleine aber nicht schafft, der kann sich bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, wo drei zertifizierte Nichtraucher-Trainer zur Verfügung stehen, beim Aufhören helfen lassen. Am Samstag, 10 – 13 Uhr startet in den Räumen der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz in der Löhrstraße 119 ein neues „Rauchfrei Programm“. Es läuft über acht Wochen und wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst.

Wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme ist der eigene Entschluss und Wille, mit dem Rauchen aufzuhören, erklärt  Dipl.-Päd. und Nichtrauchertrainer Walter Ackermann, der die Entwöhnungskurse seit mittlerweile 20 Jahren durchführt. Aus rund 70 Kursen sind bereits hunderte von Nichtrauchern hervorgegangen.

Das neue „Rauchfrei Programm“ wurde vom Institut für Therapieforschung (IFT) München und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) erarbeitet. In der ersten Phase (vier Kursstunden) wird die Motivation zum Aufhören gestärkt und der „Tag des Rauchstopps“ vorbereitet. Die folgenden vier Kurseinheiten dienen der Stabilisierung des Nichtraucher-Daseins. Darüber hinaus bietet die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz Stabilisierungseinheiten nach ein und drei Monaten an.

Walter Ackermann geht das Thema mit großer Erfahrung und Einfühlung an. Die sachliche Aufklärung gehört ebenso dazu wie lebensnahe praktische Hilfen, das Eingehen auf individuelle Probleme und das Einüben alternativer Verhaltensweisen. Der Abschied von der Zigarette, einem der stärksten Suchtmittel, ist schwer, aber zu schaffen und immer „eine Frage der inneren Einstellung“, weiß er.

Und wer es schafft aufzuhören, gewinnt enorm an Lebensqualität. „Man fühlt sich nicht nur wohler, sondern ist auch gesünder. Man bekommt wieder mehr Luft, reicht und schmeckt besser, bekommt eine besser durchblutete Haut, sieht besser aus und spart eine Menge Geld“, zählt Walter Ackermann nur einige Vorteile der Zugewinnliste auf. Der größte Erfolg für jeden, der dem Suchtdruck standhält und das Zigarettenrauchen überwindet, aber ist der Stolz auf sich selbst und die eigene Kraft, den „inneren Schweinehund“ überwunden zu haben.

Verhaltenstherapeutisch begleitet lernen die Kursteilnehmer in der Gruppe, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Sie erhalten Anleitung zu Entspannungsverfahren und Ersatzhandlungen, Hilfen, wie sie Krisensituationen ohne den Griff zur Zigarette bewältigen können. Nikotinersatzstoffe wie Pflaster und Medikamente werden ebenso thematisiert wie befürchtete Entzugserscheinungen oder die Angst vor Gewichtszunahme.

Die Teilnehmer des Kurses erhalten ein Handbuch mit Informationen, Checklisten und vielen Tipps. Wer rauchfrei werden will, schließt mit sich und dem Kursleiter zu Beginn eine Vereinbarung über den ersten rauchfreien Tag nach bereits vier Wochen. Auf dieses Datum wird mit entsprechenden Vorbereitungen hingearbeitet. „Es hat sich als günstig erwiesen, eine vertraute Person als persönlichen Coach oder Paten einzubeziehen“, sagt Walter Ackermann. Frühzeitig sollte man sich auch alternative Rituale für die Hand, den Kopf, den Mund, den Körper und die Psyche überlegen.
Die aktuellen Kurstermine entnehmen Sie bitte den Veranstaltungsprogrammen der Beratungsstellen.
Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V, Löhrstraße 119, Tel. 0261 988650, E-Mail:koblenz@krebsgesellschaft-rlp.de erforderlich.
Bildunterschrift
Walter Ackermann, zertifizierter Nichtrauchertrainer bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, hat schon Hunderte Raucher auf dem Weg in ein glückliches Nichtraucher-Dasein begleitet. Am Samstag startet ein neuer Kurs des „Rauchfrei Programms“.


Ansprechpartnerin für die Presse:
Christine Vary, Tel. 02603 936801



13.2.2008

PRESSEMITTEILUNG
Schutz der Gesundheit  hat Vorrang


Stellungnahme der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz zum Eckkneipen-Urteil

Das Urteil des Verfassungsgerichtshofes Koblenz, demzufolge in kleinen Kneipen, in denen ausschließlich der Chef bedient und die keinen separaten Raucherraum abtrennen können, das Rauchen weiterhin erlaubt sein soll, ändert nichts am Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetztes am 15. Februar 2008. Darauf macht die Krensgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. aufmerksam. Die Gesundheit als das höchste Gut des Menschen müsse Vorrang haben, heißt es in einer Stellungnahme der Krebsgesellschaft.

Durch das Urteil solle man sich nicht irritieren lassen, erklärt Wolfgang Neumann, der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz mit Sitz in Koblenz. Der Schutz der Nichtraucher sei mit dem neuen Gesetz verbürgt. Öffentliche Einrichtungen werden ebenso wie Lokale ab Freitag in Rheinland-Pfalz rauchfrei.

Das Nichtraucherschutzgesetz, so Neumann, sei längst überfällig. Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, die täglich mit den fatalen Folgen des gefährlichen blauen Dunstes konfrontiert sei, begrüße die gesetzlichen Regelungen ausdrücklich. Denn es sei hinlänglich bewiesen, dass Raucher nicht nur sich selbst schädigen, sondern auch die Gesundheit von Nichtrauchern, die durch das so genannte Passivrauchen die Schadstoffe einatmen.

In der aktuellen Diskussion müsse einmal mehr an das Wohl der Allgemeinheit erinnert werden, meint der Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz. „Die Freiheit des Einzelnen sich zu entfalten endet dort, wo das Recht eines Anderen beeinträchtigt wird. Und das gilt wenn die Gesundheit auf dem Spiele steht ganz besonders“. Dieser Grundsatz unserer Demokratie werde wieder einmal vernachlässigt. Man müsse sich Sorgen über das Menschenbild machen, wenn es in erster Linie die wirtschaftlichen Aspekte sein sollten, die zur jüngsten Ausnahmeregelung geführt haben. 
„Wir hoffen, dass die Richter, die über die anstehende Befassungsbeschwerde von fünf Wirten zu befinden haben, sich für die Gesundheit entscheiden“, erklärt Wolfgang Neumann.

Ansprechpartnerin für die Presse: Christine Vary, Tel. 02603 936801, E-Mail: wmvpr@aol.com